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Diemeltalsperre feiert 100-jähriges Jubiläum

Das Bauwerk aus der Kaiserzeit reguliert den Wasserstand der Weser sowie des Mittellandkanals und bietet Schutz vor Hochwasser. Außerdem ist es ein beliebtes Ziel von Ausflüglern.
Überlauf Diemeltalsperre
Blick von der Mauerkrone auf die Diemeltalsperre in Diemelsee. © Uwe Zucchi/dpa/Archivbild

Die Diemeltalsperre ist beliebtes Ausflugsziel und Garant für einen zuverlässigen Schiffsverkehr auf der Weser. Am Samstag wird das 100-jährige Jubiläum der Staumauer im Grenzgebiet von Hessen und Nordrhein-Westfalen gefeiert. «100 Jahre Diemeltalsperre, das ist ein schöner Anlass, dieses markante Bauwerk zu feiern», erklärte Eric Oehlmann, Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Die Diemeltalsperre sei eine von zwei bundeseigenen Talsperren, die für die Schifffahrt und den Hochwasserschutz von großer Bedeutung sei.

Die Diemeltal- sowie die benachbarte Edertalsperre werden als einzige deutsche Talsperren von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bewirtschaftet und unterhalten. Zuständig für sie ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser. «Davon profitiert die ganze Region», so Oehlmann.

Anlass der Errichtung der beiden Talsperren war nach Angaben des WSA der Bau des Mittellandkanals. Die Talsperren hatten demnach die Aufgabe, in Zeiten niedriger Wasserführung der Weser das Speisungswasser für den Mittellandkanal zu liefern, das bei Minden aus der Weser in den Mittellandkanal abgepumpt wurde.

Die Bauarbeiten für die rund 42 Meter hohe Diemeltalsperre begannen 1912 und mussten wegen des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1919 unterbrochen werden. Fertiggestellt wurde das aus Bruchstein errichtete Bauwerk am 24. November 1923. Direkt danach wurde mit der Aufstauung des Sees aus den Flüssen Diemel und Itter begonnen. Der erste Überlauf wurde am 27. März 1924 erreicht. Die Diemeltalsperre fasst ein Volumen von rund 20 Millionen Kubikmetern.

Seit der Stauregelung der Mittelweser in den 1960er Jahren ist laut dem WSA ein ständiger und gleichmäßiger Einsatz für das zu entnehmende Speisungswasser nicht mehr nötig. Daher richte sich jetzt die Wasserabgabe primär nach den Bedürfnissen zur Niedrigwasseraufhöhung der Oberweser. Die Staumauer diene zudem dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung durch Wasserkraft.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums können sich Bürgerinnen und Bürger beim Tag der offenen Tür am Samstag bei Führungen über die Funktion der Diemeltalsperre informieren. Zur Feier werden unter anderem Susanne Henckel, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, und Henning Buchholz, Leiter des WSA Weser erwartet.

Redaktionshinweis: In einer vorherigen Version der Meldung war der Name der Staatssekretärin Susanne Henckel falsch geschrieben worden. Der Name wurde entsprechend berichtigt. (15.6., 15.49 Uhr)

© dpa
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