Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Auftakt der Tarifverhandlungen für Gebäudereiniger

Hunderttausende Beschäftigte und Milliardenumsatz - das Gebäudereiniger-Handwerk ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Viele Beschäftigte bekommen nur Branchenmindestlohn. Das will die IG BAU ändern.
Reinigungskraft im Kreis
Eine Frau mit einem Wagen für Reinigungsmaterial steht vor einem runden Fenster in der Berliner Philharmonie. © Sebastian Gollnow/dpa

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für etwa 700.000 Frauen und Männer in der Gebäudereinigung ist am Dienstag ergebnislos beendet worden. Im September wollen sich beide Seiten wieder an einen Tisch setzen, ein genauer Termin wurde zunächst nicht genannt. Die Positionen liegen auch nach der ersten Verhandlungsrunde in Frankfurt liegen weit auseinander.

Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt fordert pauschal drei Euro mehr pro Stunde. Die IG BAU will so erreichen, dass vor allem die unteren Lohngruppen angesichts der gestiegenen Preise deutlich angehoben werden. Zudem will die Gewerkschaft für ihre Mitglieder ein 13. Monatsgehalt durchsetzen.

Nach Gewerkschaftsangaben bekommen etwa 500.000 der Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk, davon ein Großteil Frauen, den Branchenmindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Sollte die Gewerkschaft ihre Forderungen durchsetzen, würde in dieser untersten Lohngruppe das Gehalt um 22,2 Prozent auf 16,50 Euro steigen.

Kein Annäherung

Die Arbeitgeber hatten die Tarifforderung bereits zuvor als «abenteuerlich» zurückgewiesen. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) argumentierte, die Inflation normalisiere sich mehr und mehr. Zugleich seien die Wirtschaftsaussichten insgesamt und die Stimmung bei den Unternehmen in der Branche trüb. «Die IG BAU blendet den wirtschaftlich schwierigen Kontext für unser industrienahes Dienstleistungshandwerk völlig aus», kritisierte der Vorsitzende der BIV-Tarifkommission, Christian Kloevekorn.

Die Gewerkschaft verteidigte ihre Forderung: «Nach einer jüngsten Erhebung ist die Branche mittlerweile am untersten Ende der Einkommensskala angekommen, im Schnitt werden 2.400 Euro brutto pro Monat bezahlt», rechnete IG-BAU-Verhandlungsführerin Ulrike Laux, vor. Zudem hätten die Beschäftigten der Branche keinen Cent Inflationsausgleichsprämie bekommen. «Deshalb ist diese Forderung mehr als angemessen», betonte Laux.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Verleihung der
Kultur
Roberto Blanco und Vicky Leandros bei Bayreuther Festspielen
RTL -  «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!»
Tv & kino
Sommer-Dschungelcamp: Start-Datum steht fest
Spice Girl Melanie Brown erhält Ehrendoktorwürde
People news
Spice Girl Mel B zeigt sich tief bewegt von Ehrendoktorwürde
Eine Frau ruft auf einem Smartphone Soziale Medien auf
Das beste netz deutschlands
Whatsapp: So verschicken Sie Fotos und Videos in HD
Xiaomi Poco M6 Pro im Test: Viel Ausstattung für wenig Geld
Handy ratgeber & tests
Xiaomi Poco M6 Pro im Test: Viel Ausstattung für wenig Geld
Mobilfunkantennen
Internet news & surftipps
Funkstandard 5G: Wie weit wir sind und was noch zu tun ist
Euro 2024: Deutschland - Dänemark
Fußball news
Mecker-Regel künftig auch im deutschen Fußball
Grillen im Garten
Familie
Würstchen und Co.: So viel mehr kostet Bio-Grillgut