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Silvesterbilanz: Explosionen, Molotow-Cocktails, Festnahmen

Die Polizei hat in der Silvesternacht in Berlin viel mehr Menschen festgenommen als ein Jahr zuvor. Das war nach Einschätzung der Polizei eher kein Zeichen von mehr Krawallen, sondern von mehr Beamten, die schneller und mit mehr Kräften vor Ort war.
Silvester in Berlin
Feuerwerk zum Jahreswechsel steigt während der Feier «Silvester am Brandenburger Tor» hinter dem Brandenburger Tor auf. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Nach noch nicht endgültigen Zahlen der Polizei sind in Berlin in der Silvesternacht rund 390 Menschen vorläufig festgenommen worden - viele wegen Brandstiftungen, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und Widerstandes gegen die Polizei. Insgesamt seien rund um den Jahreswechsel 720 Strafermittlungen zu Vorfällen im gesamten Stadtgebiet eingeleitet worden, teilte die Polizei am Montag mit. Vor einem Jahr gab es 145 Festnahmen wegen verschiedener Delikte in der Silvesternacht. Die Polizei war von heftigen Krawallen teilweise überrumpelt worden.

54 Polizisten seien verletzt worden, 30 davon durch Pyrotechnik. Acht verletzte Polizisten hätten ihren Dienst nicht fortsetzen können, einer wird in einem Krankenhaus behandelt. Die Polizei habe die Feuerwehr so intensiv begleitet, dass - anders als im Vorjahr - kein Feuerwehrmann verletzt worden sei. Zwischen 18.00 und 6.00 Uhr seien bei der Polizei 3270 Notrufe eingegangen, darauf folgten 2214 Einsätze.

Die Polizei sei zufrieden mit dem Einsatzgeschehen, sagte eine Sprecherin. Das Konzept mit Böllerverbotszonen und vorab definierten Brennpunktbereichen sei aufgegangen. Durch «konsequentes und niedrigschwelliges Einschreiten» sei es gelungen, Brennpunkte zu vermeiden.

Die deutlich erhöhte Polizeipräsenz im Stadtgebiet habe dazu geführt, dass es auch mehr Festnahmen gegeben habe. Nach den Angaben der Sprecherin waren zu den rund 1000 Polizistinnen und Polizisten in Streifenwagen sowie Wachen mehr als 3200 zusätzliche Kräfte zu Silvester im Einsatz.

Mehrere Angriffe auf die Polizei und andere Straftaten wurden von der Polizei extra angeführt. Gegen 20.00 sei in Gropiusstadt ein Einsatzwagen der Polizei durch eine Detonation so beschädigt worden, dass die Frontscheibe splitterte. In der Nacht war von einer sogenannten Kugelbombe die Rede, die explodierte, als die Polizisten gerade in einem dortigen Haus unterwegs waren.

In Moabit warf ein Mann laut Polizei ein Gefäß mit einer brennbaren Flüssigkeit, also eine Art Molotow-Cocktail, auf die Straße vor einen Bus. Als der Bus auswich, warf der Täter einen zweiten Brandsatz, der die mittlere Eingangstür zerstörte.

Gegen 23.00 Uhr nahm die Polizei in Gropiusstadt neun Menschen fest, weil sie elf Molotow-Cocktails gebaut hatten. Um 0.30 Uhr wurde die Polizei in Charlottenburg mit Böllern angegriffen, eine Polizistin wurde am Kopf verletzt, ein Polizeiwagen beschädigt.

Als Feuerwehrleute gegen 1.00 Uhr einen Brand auf einem Balkon in Kreuzberg löschten, hörten sie mehrere Explosionen. Bei der Rückkehr zu ihrem Fahrzeug stellten sie starke Beschädigungen fest.

Um 1.30 Uhr wurde ein Polizeiauto in Charlottenburg von einer Menschengruppe mit Feuerwerk beschossen. Bei Festnahmen gab es Widerstand, versuchte Gefangenenbefreiung und einen Angriff auf Polizisten. Etwa später wurde ebenfalls in Charlottenburg die Windschutzscheibe eines geparkten Streifenwagens eingeschlagen.

In der Rigaer Straße in Friedrichshain, wo früher von Linksradikalen besetzte Häuser stehen, fand die Polizei brennende Hindernisse auf der Straße und vermummte Personen in der Nähe, von den Dächern flogen Böller auf die Polizisten. Als der Polizeihubschrauber in der Luft erschien, flüchteten die Angreifer.

© dpa
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