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NRW-Finanzermittler stellen 85,5 Millionen Euro sicher

Kriminell erworbenes Vermögen aufspüren und einkassieren - das ist das Ziel der Finanzermittler in Nordrhein-Westfalen. 85,5 Millionen Euro waren es zuletzt laut dem neuen Lagebild.
Geldscheine
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Die Zahl der Finanzermittlungsverfahren etwa bei Geldwäsche-Verdacht sind in Nordrhein-Westfalen nach jüngsten Zahlen angestiegen. Das geht aus dem neuen Lagebild «Finanzermittlungen» des Landeskriminalamts für das Berichtsjahr 2022 hervor. Von 2280 Verfahren stieg die Zahl auf 3170 im Jahr 2022. Die Zahl der dabei festgestellten Straftaten stieg sogar um 74 Prozent.

Trotz des Anstiegs der Verfahren sank die Summe des sichergestellten Geldes 2022 um 43,5 Prozent auf 85,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, als 151,3 Millionen Euro sichergestellt worden waren.

Die Zahl der Verfahren zur Vermögenssicherung sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Waren es 2017 noch 970 Verfahren, stieg ihre Zahl bis 2022 auf 1620. Unter Vermögenssicherung versteht die Polizei die Einziehung der Tatmittel, Tatprodukte und Tatobjekte sowie der Gewinne aus kriminellen Machenschaften.

Ein herausragendes Verfahren sei von der Ermittlungskommission «Furbetti» in Köln geführt worden. Eine Gruppe Italiener habe Strohfirmen und Konten in Deutschland eingerichtet und dann fiktive Corona-Tests bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein abgerechnet.

Die Kassenärztliche Vereinigung habe 9,8 Millionen Euro auf die Konten der Täter überwiesen. Die Ermittlungen hätten zu einer Ausweitung des Verfahrens auf weitere Unternehmen geführt. Insgesamt seien Vermögensarreste in Höhe von mehr als 38 Millionen Euro erwirkt worden. 7,6 Millionen Euro konnten davon tatsächlich sichergestellt werden.

Die Ermittlungskommission «Love» habe in Dortmund gegen eine nigerianische Gruppierung ermittelt, die Frauen auf Dating-Portalen einen Beziehungswunsch vorgaukeln mit dem Ziel, sie finanziell auszuplündern. Die Frauen hätten fünf- bis sechsstellige Beträge überwiesen.

Oft würden dabei ahnungslose Passanten angesprochen, mit dem Ziel, deren Konten zur Geldwäsche zu nutzen. Die Täter behaupten dabei, ihnen wäre die eigene EC-Karte gestohlen worden. Dann bitten sie, oft gegen eine Provision, das Konto des Passanten für die Überweisung nutzen zu dürfen und die Summe in bar ausbezahlt zu bekommen.

© dpa
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