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Hochwasserlage an der Elbe bleibt angespannt

An vielen Flüssen in Sachsen geht das Hochwasser zurück. An der Elbe gibt es noch keine Entwarnung, aber Zuversicht. In Dresden steht der Höchststand laut Prognosen erst noch bevor.
Hochwasser in Sachsen
Das Hochwasser der Elbe umgibt ein Fahrrad am Terrassenufer. © Sebastian Kahnert/dpa

Die Hochwasserlage bleibt in Sachsen vor allem an der Elbe angespannt. An anderen Flüssen wie der Mulde und der Weißen Elster gingen die Wasserstände am Mittwoch dagegen zurück. Nach dem Dauerregen über die Weihnachtsfeiertage sagte der Deutsche Wetterdienst bis zum Freitag kaum noch Niederschläge voraus.

An der Elbe galt am Pegel Schöna an der Grenze zu Tschechien die zweithöchste Alarmstufe 3. In Dresden wurde der dafür maßgebliche Pegelstand von 6,00 Metern zunächst noch nicht erreicht. Am Mittag wurden nach Angaben des Landeshochwasserzentrums 5,87 Meter gemessen. Das Überschreiten der Sechs-Meter-Marke wurde für Donnerstagmorgen vorhergesagt. Die Stadt Dresden hatte die Alarmstufe 3 bereits am Dienstagabend ausgerufen. Die Lage sei «angespannt», habe aber nicht die Dimension vergangener Fluten, sagte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) bei einem Ortstermin.

Straßensperrungen in Dresden

Die Dresdner Feuerwehr richtete in der Branddirektion eine Einsatzleitung ein, um die Maßnahmen zur Hochwasserabwehr mit der Stadtverwaltung zu koordinieren. Das aktuelle Hochwasser sei für die Stadt Dresden nichts Ungewöhnliches, sagte Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind hier routiniert.».

Derzeit würden zwei Mal täglich im Zuge des Kontrolldienstes die hochwassergefährdeten Bereiche inspiziert und es werde geschaut, ob Deiche in Ordnung seien oder Brüche drohten. Laut Klahre gibt es einen Hochwasser-Abwehrplan, der abgearbeitet wird. «Bisher gab es nichts Unerwartetes.» Und der Pegelstand steige langsamer als gedacht, «so dass wir hier gut vor der Lage sind».

Die Stadt sperrte am Mittwoch mehrere Straßen, um Hochwasserschutztore an der Weißeritzstraße und dem Ostra-Ufer einzurichten. Auch der Sportpark Ostra wurde bis auf Weiteres komplett gesperrt. Alle Elbfähren stellten ihren Betrieb vorerst ein. Die Dresdner Verkehrsbetriebe schätzen das Winterhochwasser aber noch als «übliche Arbeitsroutine» ein.

Nach Rathausangaben sind die Flutschutztore vorbereitet und werden nach Überschreiten der Sechs-Meter-Grenze zugeschoben. Aber der Dresdner Weihnachtszirkus muss seine Zelte auf einem Areal nahe des Elbufers abbauen, sagte Jähnigen. Ein Problem seien die Hochwassertouristen, die im Weg stünden und Zufahren blockierten, auch mit Autos, und sich so selbst in Gefahr brächten. «Das sind Einsätze, die wir uns sparen könnten», sagte Feuerwehrsprecher Klahre.

Kretschmer besucht Landeshochwasserzentrum

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht den Freistaat gut gerüstet für die aktuelle Lage. Nach den Jahrhunderthochwassern 2002 und 2013 sei viel in den Hochwasserschutz investiert worden, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch bei einem Besuch im Landeshochwasserzentrum. Die Einsatzkräfte arbeiteten hochprofessionell. «Deswegen ist ein guter Schutz der Bevölkerung gewährleistet», sagte Kretschmer. «Trotzdem muss man sagen: Ein Hochwasser ist ein Naturereignis, niemand hat es hundert Prozent unter Kontrolle. Aber das Menschenmögliche, das tun wir hier in Dresden und in Sachsen.»

Entspannung in den anderen Flussgebieten

An der Mulde und der Weißen Elster, wo es an den Weihnachtstagen größere Überflutungen gegeben hatte, gingen die Wasserstände überall zurück. An der Mulde galt am Mittwoch nur noch in Bad Düben die Alarmstufe 2, im Flussgebiet der Weißen Elster galt an der Parthe in Leipzig noch Stufe 2. Sie besagt, dass es Überschwemmungen von Grünflächen und Feldern sowie leichte Verkehrsbehinderungen geben kann.

ADAC: Nicht durch tiefe Pfützen fahren

Der Automobilclub ADAC rief Autofahrerinnen und Autofahrer auf, Überflutungsgebiete zu meiden. Auch Wiesen oder Felder sollten nicht befahren werden, weil sie stark aufgeweicht seien. Tiefe Pfützen und überflutete Unterführungen sollten ebenfalls nicht durchfahren werden. Wenn ein Auto von Wasser überschwemmt werde, solle man nicht versuchen, es selbst wegzufahren oder den Motor zu starten. Unter Umständen könne das Fahrzeug wieder funktionieren - aber nur, wenn der Motor nach der Havarie nicht gestartet werde.

© dpa
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