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Emma Stone: «Scham war wie eine Sucht für mich»

Bald erscheint der neue Film mit Emma Stone, «Poor Things». Die Komödie habe sie manche Dinge überdenken lassen, erzählt die 35-jährige Oscar-Preisträgerin.
Emma Stone
Schon für den Kurzfilm «Bleat» hatten Emma Stone und Regisseur Yorgos Lanthimos zusammengearbeitet. Nun erscheint ein neuer Film von Lanthimos und mit Oscar-Preisträgerin Stone: «Poor Things». © Aristidis Vafeiadakis/ZUMA Press Wire/dpa

Schauspielerin Emma Stone hat über Schamgefühle gesprochen. «Scham war wie eine Sucht für mich», sagte die 35-Jährige im Interview der dpa und anderen Medienvertretern. «Ich denke, das lag vielleicht daran, wo ich aufgewachsen bin. Ich wurde lutherisch erzogen, und da gab es dieses Konzept von richtig und falsch.»

Die US-amerikanische Oscar-Preisträgerin, die aus Arizona stammt, spielt die Hauptrolle in «Poor Things», dem neuen Film von Giorgos Lanthimos. Im Fokus steht die Protagonistin Bella, der Schamgefühle völlig fremd sind.

«Ich habe viele Dinge verinnerlicht, für die ich mich schuldig fühlte oder für die ich mich schämte», sagte Stone. «Und ich glaube wirklich, dass die letzten Jahre meines Lebens - und Bella ist kein geringer Teil davon - darin bestanden, zu hinterfragen, warum ich diese Dinge glaube. Und ob es wirklich von mir kommt oder ob es von außen kommt.»

Stone spielt in «Poor Things» eine sehr ungewöhnliche Rolle: Eine erwachsene Frau mit dem Gehirn eines Kleinkinds. Ein größenwahnsinniger Wissenschaftler namens Godwin Baxter (Willem Dafoe) hat sie als schwangere Leiche aus einem Fluss gefischt, ihr das Gehirn ihres ungeborenen Babys eingesetzt und sie wiederbelebt. Konzepte wie Höflichkeit oder Etikette - und natürlich Scham - sind Bella völlig fremd. Der Film startet am 18. Januar in den deutschen Kinos.

© dpa
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