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Vereinzelt Zwischenfälle in der Silvesternacht

Im Vorfeld hatten Polizei und Rettungskräfte teilweise mit Sorge auf den Jahreswechsel geblickt. Größere Ausschreitungen blieben aus. Ruhig und gänzlich friedlich war es aber nicht.
Neujahr in Sachsen-Anhalt
Die Stadtreinigung säubert die Hallesche Innenstadt von Resten der Silvesternacht. © Heiko Rebsch/dpa

In Sachsen-Anhalt ist der Jahreswechsel größtenteils friedlich verlaufen. Vereinzelt gab es nach Angaben von Polizei und Feuerwehr aber Zwischenfälle. So räumte die Polizei in der Landeshauptstadt Magdeburg bereits um kurz nach Mitternacht den beliebten Hasselbachplatz mit Bars und Kneipen, weil dort nach Polizeiangaben Feuerwerkskörper gezielt in Richtung anderer Personen abgeschossen worden waren. Zudem gab es nach Angaben der Rettungsdienste auch immer wieder teils schwere Verletzungen - nicht nur durch Pyrotechnik.

In Zeitz sei ein 34 Jahre alter Mann von einem 25-Jährigen lebensbedrohlich mit einem Messer verletzt worden, teilte die Polizeiinspektion Halle mit. Er sei notoperiert worden. Zeugen hätten den mutmaßlichen Täter gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Auf dem Marktplatz in Halle seien Polizeibeamte mit Pyrotechnik beschossen worden. Am Reileck in Halle hätten rund 100 Personen Weihnachtsbäume auf der Straße entzündet und anschließend Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen. Insgesamt sei es in Halle zu mindestens 40 Sachbeschädigungen und Brandstiftungen gekommen. In Sangerhausen wurde nach Polizeiangaben ein vier Meter großer Nussknacker auf dem Markt durch Feuerwerk in Brand gesetzt.

Teils schwere Handverletzungen mussten behandelt werden

Mehrere Personen, darunter auch ein sechs Jahre altes Mädchen in Zeitz, wurden nach Polizeiangaben durch Pyrotechnik verletzt. Teilweise sei es auch zu schweren Verletzungen gekommen, sagte der Oberarzt der Klinik für Handchirurgie am Bergmannstrost in Halle, Tobias Esser. Insgesamt seien in der Nacht 13 Personen mit Böllerverletzungen behandelt worden, zwei Personen hätten operiert werden müssen. Mindestens acht Finger seien durch Böller verloren gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sei es ein wenig ruhiger gewesen, so der Oberarzt, es habe aber zum Teil schwere Verletzungen gegeben.

Für Feuerwehr und Rettungsdienst sei es in Halle ein vergleichsweise ruhiger Jahreswechsel gewesen. Im Stadtgebiet habe es 58 Feuerwehreinsätze geben und damit 19 weniger als im Vorjahr. Der Rettungsdienst sei jedoch mit 102 Einsätzen häufiger gerufen worden.

Gezielter Beschuss mit Pyrotechnik in Halle und Magdeburg

In der Landeshauptstadt Magdeburg wurde kurz nach Mitternacht der Hasselbachplatz nach Polizeiangaben geräumt. Es habe Personen gegeben, die mit Pyrotechnik auf andere Menschen gezielt hätten, sagte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Magdeburg. Mehrere Personengruppen hätten sich gegenseitig beschossen, später sei auch auf Polizisten mit Feuerwerk geschossen worden. Insgesamt verzeichnete die Polizei mehr als 125 Einsätze im Zusammenhang mit der Silvesternacht. 51 Mal sei es zu Körperverletzungen gekommen, diverse Male zu Sachbeschädigungen und Branddelikten. Im weiteren Verlauf der Nacht hätten rund 150 Personen zwei Barrikaden auf einer Straße errichtet und diese in Brand gesetzt.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren nach Angaben der Berufsfeuerwehr Magdeburg zu insgesamt 279 Einsätzen in der Silvesternacht unterwegs. Bis zum Morgen habe es keine Hinweise auf Gewalt gegen Einsatzkräfte gegeben. Die Feuerwehr habe vor allem Balkonbrände zu löschen gehabt, diese seien aber allesamt ohne größere Schäden verlaufen. Im Ortsteil Diesdorf habe eine Hecke auf einer Länge von 30 Metern gebrannt.

Leerstehendes Haus in Stendal brennt

Im Harz verlief die Silvesternacht für die Polizei einsatzintensiv. Insgesamt habe es 52 Polizeieinsätze im Landkreis gegeben, überwiegend sei die Polizei zu Körperverletzungen und kleinen Bränden gerufen worden, teilte ein Sprecher mit. Mehrfach sei Pyrotechnik gezündet worden, die nicht in Deutschland zugelassen gewesen sei. In Halberstadt habe sich ein 22-jähriger Mann schwer an der Hand verletzt.

In Stendal musste nach Polizeiangaben ein Brand in einem leerstehenden Haus gelöscht werden. Unbekannte hätten Pyrotechnik in das Gebäude geworfen. Die Feuerwehr sei mit 14 Feuerwehrleuten im Einsatz gewesen. Zudem habe es mehrere Sachbeschädigungen durch Böller gegeben. Im Bereich der Polizeiinspektionen Dessau-Roßlau gab es laut Polizei keine herausragenden Störungen.

© dpa
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