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Lies: Mache mir große Sorgen um Meyer Werft

Es geht um die Existenz der Meyer Werft - daran lässt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies keinen Zweifel. Eine Lösung gibt es noch nicht. Die nächsten Wochen entscheiden über die Zukunft.
Kundgebung vor dem Werkstor der Meyer Werft
Olaf Lies (SPD), Wirtschaftsminister von Niedersachsen, spricht bei einer Kundgebung vor dem Werkstor zu der Belegschaft der Meyer Werft. © Sina Schuldt/dpa

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat sich höchst besorgt über die Zukunftsaussichten der kriselnden Meyer Werft im Emsland geäußert. Das Unternehmen habe zwar schon viele Krisen überstanden, sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einer Kundgebung von IG Metall und Betriebsrat vor dem Tor der Werft in Papenburg vor etwa 2000 Menschen. «Zur Wahrheit gehört aber auch, ich kenne keine Zeit, die so schwierig war wie diese.»

Nach Angaben des Sanierungsteams muss die Werft bis Ende 2027 eine Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden Euro schließen. Diese Summe sei für alle Beteiligten ein großer Schreck gewesen, sagte Lies. Zusammen mit der Landesregierung werde nach Wegen aus der Krise gesucht. Es sei aber keine Lösung, wie vom Sanierer gefordert mehr als 400 Mitarbeiter in Papenburg zu entlassen. Die Werft könne nur mit der gesamten Belegschaft erfolgreich sein.

Die Werft sei unter anderem durch den Auftragseinbruch während der Corona-Pandemie in die schwierige Situation geraten. Das alte Modell, dass Neuaufträge die im Bau befindlichen Schiffe finanzieren, habe nicht mehr funktioniert, sagte Lies. Auch bei der Schiffsfinanzierung habe es für die Werft ungünstige Entwicklungen gegeben. Sie sei in einer schwierigeren Lage als die Konkurrenz in Italien und Frankreich. Aber auch das Management habe Fehler gemacht, sagte Lies. Bund und Land hätten bereits im vergangenen Jahr Bürgschaften für die Werft gegeben.

Es werde nun jeden Tag verhandelt, versicherte Lies. Eine Lösung habe er noch nicht. «Wichtig ist, dass wir parteiübergreifend solidarisch zusammenstehen», rief Lies. Ohne die Meyer Werft würde der wesentliche Teil des zivilen Schiffbaus in Deutschland wegfallen, sagte der Politiker: «Wir dürfen nicht zulassen, dass der zivile Schiffbau Deutschland verlässt.»

Es gehe auch um die Zukunft der zu Meyer gehörenden Neptun-Werft in Rostock und um die Zukunft des finnischen Standorts in Turku, sagte Heiko Messerschmidt vom IG-Metall-Bezirk Küste. «Es geht um die Zukunft des gesamten Meyer-Konzerns, auch wenn das Unternehmen das Wort Konzern nicht gerne hört.» Es gebe daher einen engen Schulterschluss zwischen den Betriebsräten aller Standorte, und auch einen engen Schulterschluss mit den Landesregierungen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, versicherte der Gewerkschafter.

Die Meyer Werft steckt in einer existenziellen Krise, obwohl die Auftragsbücher für die kommenden Jahre gefüllt sind. Die derzeit abgearbeiteten Aufträge stammen noch aus der Zeit vor der Corona-Pandemie. Klauseln zum Ausgleich von Preissteigerungen wegen deutlich gestiegenen Material- und Energiekosten sind in den Verträgen mit den Reedereien nicht vorgesehen.

© dpa
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