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Azubis nicht ausreichend auf Digitalisierung vorbereitet

Gerade von jungen Menschen wird bei der Arbeit erwartet, dass sie technisch fit sind. Doch eine neue Studie zeigt: In der Ausbildung hapert es oft schon an der Ausstattung.
Auszubildende
Lehrlinge arbeiten mit der Metallfeile an Schraubstöcken in einer Lehrwerkstatt. © Jens Büttner/dpa

Im Betrieb fehlt die Technik, an der Berufsschule die Vorbereitung für den Umgang mit digitalen Medien: Nach einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) fühlen sich viele Auszubildende in Niedersachsen und Bremen nicht ausreichend für die Digitalisierung gewappnet. «Die Problematik ist, dass weder Betriebe noch Berufsschulen ausreichend auf so ein digitales Zeitalter vorbereitet sind», sagte Niedersachsens DGB-Vorsitzender Mehrdad Payandeh bei der Vorstellung des Ausbildungsreports am Donnerstag in Hannover.

Nur rund ein Drittel der Befragten in beiden Ländern bekommt laut der Studie immer oder häufig die nötigen technischen Geräte im Betrieb. «So ist natürlich eine moderne Ausbildung nicht möglich», kritisierte die Bremer DGB-Jugendsekretärin Antalia Lindenberg. Demnach bekommen 30 Prozent der Befragten nie Technik zur Verfügung gestellt, 15 Prozent benötigen das nicht für ihre Ausbildung.

Ein ähnliches Bild zeigt der Ausbildungsreport bei den Berufsschulen: Knapp ein Drittel der Auszubildenden hält die digitale Ausstattung dort für «gut» oder «sehr gut». «Wenn der Kurs sich weiter fortsetzt, dass nicht modernisiert wird, nicht investiert wird in technischer Ausstattung werden unsere Berufsschulen zu Museen der Arbeit verkommen», sagte Payandeh. Der DGB fordert zudem mehr Schulungen für Lehrkräfte zur digitalen Arbeitswelt und zum Umgang mit Medien.

Für junge Menschen gestaltet sich schon die Suche nach einem Ausbildungsplatz laut DGB schwierig: Im vergangenen Jahr waren in Niedersachsen noch 7580 Bewerber und Bewerberinnen als suchend nach einem Ausbildungsplatz bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, hieß es. Gleichzeitig seien damals noch 4640 Ausbildungsplätze unbesetzt gewesen. Im Bundesland Bremen suchten 2022 demnach noch 803 Menschen eine Ausbildung, dort blieben 570 Stellen offen.

Für umso wichtiger ist aus Sicht des DGB der sogenannte Ausbildungsfond. Bremen will mit dem bundesweit einmaligem Gesetz ab 2024/2025 erreichen, dass Ausbildungsbetriebe stärker unterstützt werden. Dafür sollen alle Firmen in Form einer Abgabe finanziell aufkommen. Auf diese Weise können Maßnahmen finanziert werden, «die die duale Ausbildung modernisieren und mehr attraktive Plätze schaffen», betonte Ernesto Harder, DGB-Vorsitzender in Bremen.

Eine Ausbildungsabgabe kann sich Payandeh auch für Niedersachsen vorstellen. Unternehmen, die nicht ausbilden, sollen eine finanzielle Abgabe leisten, forderte der DGB-Landesvorsitzende. So könne die Ausbildungsgarantie finanziert werden, die auch im niedersächsischen Koalitionsvertrag steht. Momentan bilden laut DGB nur rund 20 Prozent der Betriebe in Niedersachsen und Bremen selbst aus. Ein Ausbildungsfonds ist aus Sicht von vielen Unternehmen aber nicht die richtige Maßnahme - derzeit prüft der Staatsgerichtshof Bremen eine Klage von verschiedenen Kammern.

© dpa
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