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Mit Baldrian auf Wildkatzen-Pirsch

Wildkatzen sind scheu und jagen in der Dämmerung. Sichtungen sind deshalb selten. Ob die Tiere auch nach MV zurückgekehrt sind, ist nicht sicher. Lockstöcke sollen bald Klarheit bringen.
Europäische Wildkatze
Eine Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris), aufgenommen im Tierfreigehege im Nationalpark. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Europäische Wildkatze ist nach etwa 200 Jahren bereits in brandenburgische Wälder zurückgekehrt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Tier auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder heimisch wird. Derzeit seien zwar noch keine gesicherten Nachweise bekannt, teilte das Umweltministerium in Schwerin auf Anfrage mit. «Wir befinden uns aber am Rand des derzeitigen Verbreitungsgebietes zu Brandenburg, sind also Erwartungsland», so eine Sprecherin.

Die Wildkatze (Felis silvestris) ist nach Anhang IV der Fauna-Flora- Habitat-Richtlinie (FFH) eine «streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse». Damit gingen die Verpflichtungen zu ihrer Erhaltung und Entwicklung sowie Monitoring einher. Für die nächsten FFH-Berichtsperiode 2024-2029 sollten deshalb in geeigneten Gebieten, etwa dem Müritz-Nationalpark oder der Schaalsee-Region, erfolgversprechende Nachweismethoden eingesetzt werden.

Dazu gehören Lockstöcke, die mit Hilfe von Baldrianessenz Wildkatzen beider Geschlechter während der Paarungszeit (Januar bis März) anlocken. Die Kleinkatzen reiben sich an dem mit Baldrian präparierten Stock. Dabei hinterlassen sie Haare am aufgerauten Holz. Diese könnten anhand genetischer Analysen als Wildkatzenhaare identifiziert und Individuen zugeordnet werden. «Wir werden dann sehen, ob wir einen Nachweis in M-V erbringen können», sagte die Sprecherin

In Brandenburg lieferte das Monitoring des Landesamts für Umwelt (LfU) gesicherte Nachweise aus dem Hohen und Niederen Fläming sowie aus der Schorfheide. Durch genetische Analysen seien für den Hohen Fläming neun Wildkatzen und im Wildnisgebiet Jüterbog drei Wildkatzenweibchen nachgewiesen worden, so das Umweltministerium in Potsdam. Die Wildkatze ist etwa so groß wie gewöhnliche Hauskatzen.

Mittels Fotofallen sei auch schon Nachwuchs gesichtet worden. Außerdem sei in diesem Jahr in der Uckermark auf der Autobahn 11 ein Kater in Höhe Pfingstberg überfahren worden. Es sei davon auszugehen, dass die Wildkatzen auch in andere Gebiete wie dem Niederlausitzer Landrücken zurückgekehrt seien. Auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburgs ist den Angaben nach die Wildkatze vermutlich Ende des 18. beziehungsweise Mitte des 19. Jahrhunderts durch Menschen ausgerottet worden.

© dpa
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