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Hochwasserlage angespannt: Einige Straßen gesperrt

Nach reichlich Regen sind viele Flüsse und Bäche in Hessen randvoll oder über die Ufer getreten - und der Deutsche Wetterdienst warnt mancherorts weiter vor Dauerregen.
Regen
Starkregen prasselt während eines Gewitters auf eine Straße. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Angesichts ergiebiger Regenfälle ist die Hochwasserlage in Teilen Hessens angespannt. An einzelnen Flusspegeln sei die Meldestufe 3 überschritten, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) an Heiligabend mit. Am Vormittag sei an 30 Pegeln die Meldestufe 1, an 9 Pegeln die Meldestufe 2 und am Pegel Bad Karlshafen/Weser die Meldestufe 3 überschritten gewesen. Auch einige Straßen wurden durch die Wassermassen unpassierbar. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor weiteren Regenfällen.

In den nordosthessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner waren am Sonntag mehrere Straßen wegen Hochwassers gesperrt. Betroffen waren Teile der Kreisstraße 29 bei Bad Hersfeld, der Landstraße 3238 bei Witzenhausen, sowie der Landstraße 3242 bei Berkatal in beide Richtungen. Auch die Landstraße 3359 in Gießen musste gesperrt werden.

Da mit weiterem Dauerregen vor allem in den Staulagen von Rothaargebirge, Westerwald und dem Vogelsberg zu rechnen sei, seien die Flüsse Diemel, Eder, Fulda sowie die Lahn und ihre westlichen Einzugsgebiete besonders betroffen, erklärte das HLNUG. Regional hätten hingegen die Niederschläge nachgelassen und die Hochwasserwellen seien von den Ober- in die Unterläufe abgeflossen, so dass diese nun verstärkt betroffen seien. Zudem dürften angesichts neuen Regens auch in Südhessen Meldestufen überschritten werden.

Die Meldestufe 2 galt am Sonntag in Nordhessen an den Pegeln Dalwigksthal/Orke, Schmittlotheim/Eder, Haueda/Diemel sowie an den Fuldapegeln Bronzell und Bad Hersfeld 1. Die Meldestufe 3 sei bereits am Vortag kurzzeitig an den Pegeln Dalwigksthal/Orke und Philippsthal/Ulster überschritten worden. An der Werra und Weser habe die ablaufende Hochwasserwelle aus Thüringen Hessen erreicht und überlagere sich mit den Hochwasserabflüssen aus den hessischen Werra- und Weserzuflüssen. Dadurch werde an den hessischen Werra- und Weserpegeln die Meldestufe 1 überschritten, am Pegel Allendorf/Werra bereits die Meldestufe 2 und am Pegel Bad Karlshafen/Weser die Meldestufe 3, hieß es.

Im Lahn-Einzugsgebiet waren am Pegel Gießen-Klärwerk/Lahn und Leun/Lahn die Meldestufe 2 erreicht. Auch in den großen außerhessischen Flussgebieten von Rhein und Neckar komme es zu Meldestufenüberschreitungen. Am Pegel Rockenau/Neckar galt bei fallender Tendenz noch die Meldestufe 2. Am hessischen Rheinabschnitt galt am Morgen zudem am Pegel Mainz/Rhein mit 545 Zentimetern am Morgen weiterhin die Meldestufe 1 bei steigender Tendenz.

Die Meldestufe 1 ist erreicht, sobald ein Gewässer randvoll ist und an einigen Stellen das Wasser bereits über das Ufer tritt. Die Meldestufe 2 entspricht laut HLNUG einem «größeren Hochwasser», das ufernahe Grundstücke überflutet und vereinzelt Keller überlaufen lässt. Ab der Meldestufe 3 werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind dann unpassierbar.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Heiligabend zu den bereits gefallenen Mengen von 30 bis 50 und vereinzelt um 60 Liter Regen pro Quadratmeter bis zum Abend im Nordhessischen Bergland weitere 5 bis 15 Liter Regen prognostiziert. In der Nacht zum Montag seien weitere Niederschläge mit Unterbrechungen zu erwarten. Vor allem im Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen müsse mit weiteren 15 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter gerechnet werden, vereinzelt könnten es auch 25 Liter pro Quadratmeter werden. Auch der erste Weihnachtsfeiertag dürfte überwiegend bedeckt und regnerisch ausfallen. Die Temperaturen erreichen bis zu zwölf Grad und in Hochlagen bis acht Grad, dazu gibt es stürmische Böen aus Südwest und in Gipfellagen auch Sturmböen. Im Laufe des Dienstag dürften die Niederschläge dann allmählich nachlassen.

© dpa
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