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Ostern für Spargelbauern in Sachsen zu zeitig

Für viele gehört frischer Spargel zum Osterfest auf den Tisch. Bis das Edelgemüse aus der Region auf dem Teller landet, dauert es aber zumeist noch ein wenig.
Spargel-Anbau Sachsen
Mitarbeiter für den Spargelanbau bedecken einen Spargeldamm mit Folie. © Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild

Die Osterfeiertage kommen für die meisten Spargelbauern in Sachsen in diesem Jahr wohl zu früh. Nach Tagen der Ungewissheit steht etwa für René Heidig vom Nieschützer Spargelhof fest: «Wir können zu den Feiertagen noch keinen Spargel von unseren Feldern anbieten.» Zu kühl und regnerisch sei das Wetter in den vergangenen Tagen gewesen, nachts seien die Temperaturen teils auf Minusgrade gesunken. Um die Erwärmung der Spargeldämme und damit die Erntemenge zu steuern, wird die rund zehn Hektar große Anbaufläche der Firma mit Folie abgedeckt. Mit den Arbeiten sei man nun fertig. «Wir stehen in den Startlöchern», so Heidig. Es fehlten noch die Sonnenstunden, «dann wird es die Natur richten.» Ungewöhnlich sei das nicht, in der Regel beginne die Spargelsaison um den 20. April herum.

Dass es rund um Ostern in Sachsen vielleicht doch schon erste Spargelstangen gibt, schließt Jürgen Schulze vom Verband der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer aber nicht aus. «Das ist von Region zu Region sehr unterschiedlich.» In geschützten Lagen etwa und mithilfe moderner Anbausysteme könne der Spargel durchaus schon wachsen. Zum Osterwochenende soll es warm und sonnig werden. «Dann kann es manchmal schnell gehen, von heute auf morgen», sagte Schulze.

Der Boden sei gleichmäßig durchfeuchtet, der Verband geht daher von optimalen Voraussetzungen und Spargel in guter Qualität in diesem Jahr aus. Laut Verband liegt der Erntebeginn mancherorts etwa zwei Wochen früher als normalerweise, im benachbarten Brandenburg wird schon seit einigen Tagen der erste Spargel geerntet.

In Sachsen müssen sich Feinschmecker noch etwas gedulden - etwa beim auf dem Spargelhof Nauwalde. Kunden können dort auf einer Fläche von fünf Hektar das Edelgemüse selbst stechen. Die Idee entstand während der Coronapandemie, als es schwierig war, Fachkräfte zu bekommen. «Das hat sich gut eingespielt, die Nachfrage ist groß, sagte Doreen Heinemeyer-Beck vom Spargelhof. Deshalb soll die Selbsternte auch in diesem Jahr beibehalten werden. Wegen der gestiegenen Lohnkosten sei es eine gute Alternative, Spargel zu einem «vernünftigen Preis» anzubieten. Heinemeyer-Beck geht aber davon aus, dass der erste Spargel erst Anfang Mai gestochen werden kann. Noch seien die Dämme nicht alle mit Folie abgedeckt, der Boden in der Region noch sehr nass. «Viele verbinden Ostern ja mit Spargel, aber dieses Jahr ist es einfach noch zu früh.»

In Sachsen bauen rund 20 Betriebe Spargel an. Im vergangenen Jahr wurde nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes Spargel auf einer Fläche von rund 100 Hektar angebaut und etwa 400 Tonnen gestochen. Der Freistaat gehört zu den kleinsten deutschen Anbaugebieten.

© dpa
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