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Linke fordert bessere Unterstützung für Medizinstudenten

Vielerorts gibt es auch in Sachsen inzwischen einen Mangel an Ärzten. Der Ruf nach besseren Konditionen für ein Medizinstudium wird lauter. Auch die Linke stimmt darin ein.
Susanne Schaper (Linke)
Susanne Schaper, Landesvorsitzende Die Linke Sachsen. © Sebastian Kahnert/dpa/Archivbild

Die sächsische Linke-Chefin Susanne Schaper unterstützt Forderungen von Medizinstudentinnen und -studenten nach Verbesserungen im Praktischen Jahr. Konkret geht es um einheitliche Ausbildungsstandards und eine Vergütung mindestens auf dem Niveau des BAföG-Höchstsatzes von derzeit knapp 1000 Euro im Monat. Ohne ein attraktives Medizinstudium falle die Nachwuchsgewinnung schwer, erklärte Schaper am Sonntag. Sie hatte am Vortag an einem Aktionstag zu dem Thema in Leipzig teilgenommen.

«Der Mangel an ärztlichem Personal ist ein enormes Problem. Ohne genug Nachwuchs ist es unlösbar. Daher muss das Medizinstudium attraktiv sein, wobei das Praktische Jahr eine große Rolle spielt. Es soll auf den Berufsalltag vorbereiten, indem die angehenden Ärztinnen und Ärzte ein Jahr lang in Vollzeit im Krankenhaus arbeiten», erläuterte die Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl am 1. September. Schaper ist von Beruf Krankenschwester. Allerdings beklagten die Studierenden zu Recht, dass sie im Krankenhaus in der Regel weit unter ihrer Qualifikation beschäftigt und nicht ausreichend bezahlt würden.

Schaper verwies auf Sachsen-Anhalt. Dort sei auf Druck der Studierenden in den Universitätskrankenhäusern Halle und Magdeburg eine Aufwandsentschädigung von 934 Euro eingeführt worden. Sächsische Lehrkrankenhäuser zahlten dagegen bislang teils weniger als 500 Euro. Studierende müssten dann neben ihrer Vollzeittätigkeit im Krankenhaus einen Nebenjob aufnehmen.

Außerdem gewähre man ihnen maximal 30 Fehltage. «Wer sich krankmeldet, verliert Zeit für Selbststudium oder Erholung. Das ist bei Beschäftigten aus guten Gründen anders und sollte auch bei Studierenden getrennt werden - schon damit sich niemand krank zur Arbeit ins Krankenhaus schleppen muss.»

© dpa
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