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«Einmalige Lebenserfahrung»: Stoltenberg steuert Eurofighter

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg konnte bei seinem Besuch des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 in Rostock-Laage einen Eurofighter fliegen. Das Abenteuer hat einen ernsten Hintergrund.
Nato-Generalsekretär Stoltenberg
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, bereitet sich bei seinem Besuch beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff» auf den Mitflug in einem Eurofighter vor. © Bernd Wüstneck/dpa

Mit einem breiten Grinsen ist Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg von seinem Flug mit einem Eurofighter zurückgekehrt. Der 65-Jährige hatte zwischenzeitlich «die Kontrolle über das Flugzeug übernommen», wie er am Donnerstag in Rostock-Laage bei seinem Besuch des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 «Steinhoff» berichtete. Dabei flog der Nato-Generalsekretär auch einen Looping. «Beim zweiten Versuch hat es sehr gut geklappt», sagte Stoltenberg. «Für mich war es eine einmalige Lebenserfahrung, einen Eurofighter zu fliegen.»

Auch wenn der Spaß Stoltenberg ins Gesicht geschrieben stand, der vor dem Abflug des Kampfflugzeuges um 12.22 Uhr fleißig den zahlreichen Kameras gewinkt hatte, hatte der Besuch des Norwegers einen ernsten Hintergrund. Stoltenberg nutzte ihn, um sich persönlich ein Bild von den Fähigkeiten der Quick Reaction Alert (QRA) der Luftwaffe zu machen. Die Alarmrotte trägt zur integrierten Luftverteidigung und Flugkörperabwehr der Nato bei.

Um 13.42 Uhr war der Eurofighter mit einem Piloten der Luftwaffe und dem Nato-Generalsekretär wieder in den Hangar in Laage gerollt. In der Luft hatte Stoltenberg mehrere Flugmanöver und eine Luft-Betankung miterlebt.

Durch den Flug könne er nun «im Ansatz nachvollziehen, wie es ist, so ein kraftvolles, beeindruckendes Flugzeug zu fliegen», sagte Stoltenberg. Weil am Flughafen in Laage die Eurofighterpiloten ausgebildet werden, sei der Standort auch für die Nato wichtig. «Hier werden die besten Piloten der Welt geschult und die verschiedene Luftmissionen unterstützt, was eine wichtige Herausforderung vor dem Hintergrund einer schwierigeren Sicherheitslage ist», sagte Stoltenberg. Der Nato-Generalsekretär wollte später noch Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) in Berlin treffen. Am Freitag soll ein Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz folgen.

Auch für die Bundeswehr war der Besuch Stoltenbergs von besonderer Bedeutung. «Es war heute natürlich ein sehr wichtiger Tag für uns, dass wir dem Nato-Generalsekretär die Leistungsfähigkeit der deutschen Luftwaffe demonstrieren konnten, insbesondere mit dem Waffensystem Eurofighter», sagte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe.

Der Eurofighter sei «das Herzstück der fliegenden Nato-Luftverteidigung», betonte Gerhartz. Mit jeweils zwei scharf bewaffneten Kampfflugzeugen in Nord- und Süddeutschland soll die Sicherheit des Luftraums garantiert werden. «Das machen wir aber auch schon seit 20 Jahren für unsere Nato-Partner, insbesondere an der Ostflanke für das Baltikum. So sind wir auch gerade jetzt wieder mit Eurofightern in Lettland stationiert», sagte Gerhartz.

Am Flughafen Laage sind 24 Eurofighter stationiert, hinzu kommen aktuell 20 Eurofighter aus Wittmund, da der Luftwaffenstützpunkt in Ostfriesland umfassend saniert wird.

© dpa ⁄ Jann Philip Gronenberg, dpa
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