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Schwimmendes LNG-Terminal «Neptune» wird verlegt

Die mehr als 280 Meter lange «Neptune» verrichtete als eines der ersten deutschen LNG-Terminals im vorpommerschen Lubmin ihren Dienst. Nun wird sie verlegt.
LNG-Terminal in Lubmin
Das LNG-Spezialschiff «Neptune» im Industriehafen von Lubmin. © Jens Büttner/dpa

Nach fast anderthalb Jahren hat das zuletzt als schwimmendes Flüssigerdgas (LNG)-Terminal im vorpommerschen Lubmin stationierte Spezialschiff «Neptune» den dortigen Industriehafen verlassen. Schlepper hatten am Samstagvormittag damit begonnen, das mehr als 280 Meter lange Schiff aus dem für solche Schiffsgrößen eher engen Hafen zu manövrieren, wie ein Sprecher der Firma Deutsche Regas mitteilte. Laut Schiffsortungsdiensten im Internet befand sich die «Neptune» am Nachmittag bereits im Greifswalder Bodden.

Nach Angaben von Deutsche Regas soll das Schiff noch in diesem Sommer nach Mukran im Nordosten Rügens kommen. In Mukran soll die «Neptune» zusätzlich zur «Energos Power», die sich bereits dort befindet, als zweites schwimmendes LNG-Terminal fungieren und die Einspeisekapazität erhöhen.

Es handelt sich bei diesen Schiffen um sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU), also Schiffe, die LNG nicht nur laden, sondern auch erwärmen und dadurch zurück in einen gasförmigen Zustand versetzen und als Erdgas einspeisen können.

Zwischenstopps vor Rügen und auf Werft

Vor ihrer Stationierung in Mukran werde die «Neptune» zunächst vor Mukran für einige Tage ankern, um beschwert und für die Weiterfahrt mit eigener Maschine vorbereitet zu werden. Danach soll sie in einer europäischen Werft für ihren späteren Einsatz umgerüstet werden, bevor sie dann nach Rügen zurückkehren kann.

Die «Neptune» war eines der ersten schwimmenden LNG-Terminals in Deutschland. Sie hatte Ende 2022 ihren Einsatzort in Lubmin erreicht und war Anfang 2023 dort in Betrieb gegangen.

Weniger eingespeist als erwartet

Nach früheren Angaben der Deutschen Regas wurden 2023 in Lubmin rund 1,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas eingespeist und damit weniger als ursprünglich erwartet. Das LNG musste aufwendig auf kleinere Tanker umgeladen werden, die es durch den flachen Greifswalder Bodden zur «Neptune» transportieren. Das Rügener Terminal soll eine Einspeisekapazität von mehr als 13 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr erreichen und ist über eine eigens gebaute Pipeline mit dem Gasleitungsknotenpunkt in Lubmin verbunden.

Kritiker sprechen von nicht benötigten Überkapazitäten und Schäden für Umwelt und Natur. Der Bund verteidigt das Rügener Terminal unter Verweis auf die Versorgungssicherheit. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte er den Ausbau einer eigenen Importinfrastruktur für LNG forciert, um unabhängiger von russischem Gas zu werden.

© dpa
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