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Sturm behindert Schienen- und Luftverkehr in Hessen

Wenige Tage vor Weihnachten fegt Sturmtief «Zoltan» über Hessen hinweg. Die Auswirkungen beschäftigen vor allem Feuerwehrleute und Reisende. Der viele Regen lässt die Flüsse weiter anschwellen.
Luftverkehr
Ein Flugzeug landet auf dem Flughafen Frankfurt. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Das Sturmtief «Zoltan» hat den Schienen- und Luftverkehr in Hessen behindert. Vielerorts hatten die Feuerwehren am Donnerstagabend und am Freitag alle Hände voll zu tun, um umgestürzte Bäume von Straßen, Gleisen und Grundstücken zu räumen. Berichte über folgenschwere Unfälle lagen zunächst nicht vor.

Bei Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) wurde ein Autofahrer leicht verletzt, als laut Feuerwehr ein Baum auf den fahrenden Wagen stürzte. Im gesamten Landkreis war es am Donnerstagabend nach Feuerwehrangaben zu mehr als 40 unwetterbedingten Einsätzen gekommen. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Einige Straßen wurden gesperrt. Wegen auf Oberleitungen gestürzter Bäume kam es kurzzeitig zu Stromausfällen.

Bis Freitagmorgen gingen bei der Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises 164 Alarmierungen ein. Auch hier ging es meist um umgestürzte Bäume auf Straßen und Grundstücken. Es blieb jedoch nach Angaben der Kreisverwaltung bei Sachschäden.

Nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) gab es auf den Regionalbahnlinien 11, 12 und 15 wegen umgestürzter Bäume in der Nähe von Friedrichsdorf und Usingen (Hochtaunuskreis) Verspätungen und Ausfälle. Ähnliches galt für die Regionallinien 20, 21, 22 und 25 wegen umgestürzter Bäume auf der Strecke im Bereich Limburg.

Behinderungen im Fernverkehr der Bahn

Beeinträchtigungen gab es nach Angaben der Deutschen Bahn auf der Regionalverbindung zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Erfurt. Im Fernverkehr war unter anderem die ICE/IC-Verbindung Hamburg/Hannover - Kassel - Frankfurt/Stuttgart/Basel betroffen. Aus Richtung Norden verkehrten die Züge nur bis Hannover und aus Richtung Süden bis Kassel. Dasselbe galt für die ICE-Züge Hamburg/Hannover - Kassel - Würzburg - München.

Die ICE-Züge Berlin/Leipzig/Erfurt - Frankfurt wurden den Angaben zufolge zwischen Erfurt und Frankfurt umgeleitet und verspäteten sich um etwa eine Stunde. Vereinzelt kam es auch zu Ausfällen oder Haltepunkte wurden nicht angefahren. Die ICE-Züge Wiesbaden - Frankfurt - Dresden wurden zwischen Erfurt und Frankfurt umgeleitet und verspäteten sich ebenfalls um etwa eine Stunde. Zudem entfielen die Züge ICE-/IC-Züge Köln - Hamm - Paderborn - Kassel - München/Gera zwischen Köln und Kassel. Die IC-Züge Münster (Westfalen) - Siegen - Frankfurt (M)/Stuttgart fielen ganz aus.

Auch auf dem Frankfurter Flughafen beeinträchtigte das Sturmtief «Zoltan» am Donnerstagabend den Betrieb. Am Freitag normalisierte sich nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport die Lage aber wieder. Laut hessischem Verkehrsministerium erteilte die Luftaufsicht am Donnerstagabend 43 Ausnahmegenehmigungen für Starts nach 23.00 Uhr. Der letzte Start war eine Lufthansamaschine mit Ziel Belgrad.

Zwei Maschinen wichen laut Ministerium nach Düsseldorf und Stuttgart aus. Drei Flugzeuge landeten nach 23.00 Uhr, das letzte davon war eine Lufthansamaschine aus London-Heathrow um 23.23 Uhr. Am größten Flughafen Deutschlands gilt eigentlich ab 23.00 Uhr ein Nachtflugverbot. In Ausnahmefällen wie am Donnerstag können jedoch Fluggenehmigungen bis 24.00 Uhr verlängert werden.

Am Freitagmorgen herrschte nach Angaben eines Fraport-Sprechers wieder Normalbetrieb auf dem Airport: «Alle Ampeln sind auf grün.»

Regen verschärft Hochwasserlage

Der anhaltende Regen verschärfte die Hochwasserlage in Hessen. Aktuell sei an 15 Pegeln die Meldestufe 1 überschritten, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag in Wiesbaden mit. «Der Schwerpunkt der Hochwasserlage befindet sich in Nordhessen in den Oberläufen der Einzugsgebiete von Fulda, Eder und Diemel sowie im Lahneinzugsgebiet», berichtete die Behörde. In Nordhessen stehe am Wochenende möglicherweise eine Überschreitung der Meldestufe 3 im Einzugsgebiet Diemel sowie an der Weser bevor. Dadurch könnten auch bebaute Gebiete überflutet werden, hieß es. Auch an der Kinzig und an Taunusgewässern seien Meldestufen überschritten.

Das HLNUG erwartete im Laufe des Freitags weitere Meldestufenüberschreitungen an Fulda, Eder und im Diemeleinzugsgebiet sowie am Samstag an der Werra. Auch Überschreitungen höherer Meldestufen sind demnach möglich.

An Rhein, Main und Neckar besteht der Behörde zufolge zurzeit noch keine Hochwasserlage. An Rhein und Main steigen die Wasserstände demnach aber im Tagesverlauf. Eine Überschreitung der Meldestufe 1 sei dort gegen Ende der Woche möglich, hieß es. Am Neckar wurde die Meldestufe 1 laut HLNUG bereits überschritten. In der Nacht von Freitag auf Samstag sei die Überschreitung der Meldestufe 2 zu erwarten.

Die Meldestufe 1 ist erreicht, sobald ein Gewässer randvoll ist und an einigen Stellen das Wasser bereits über das Ufer tritt. Die Meldestufe 2 entspricht laut HLNUG einem «größeren Hochwasser», das ufernahe Grundstücke überflutet und vereinzelt Keller überlaufen lässt. Ab der Meldestufe 3 werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind dann unpassierbar.

Dauerregen in Hessen - auch über Weihnachten

Auch nach Abzug des Sturmtiefs müssen sich die Menschen in Hessen auf regnerische Tage einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete am Freitag Dauerregen und windiges bis stürmisches Wetter. Die Höchstwerte erreichen dabei voraussichtlich zwischen sechs und zehn Grad. Bis Heiligabend und auch noch am ersten Weihnachtsfeiertag soll es demnach fast komplett durchregnen.

Am Samstag erreichen die Temperaturen Werte zwischen sieben und zehn Grad und an Heiligabend voraussichtlich zwischen neun und elf Grad. Außerdem bleibt es laut DWD das ganze Wochenende über stark bewölkt.

© dpa
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