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Mann nimmt «Abkürzung» über Hamburger Flughafen

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres bekommt der Hamburger Flughafen ungebetenen Besuch. Diesmal klettert ein Mann über ein Tor, um eine Abkürzung zu nehmen. «Kommissar Zufall» hält ihn auf.
Flughafen Hamburg
Ein Wegweiser weist an einer Straße den Weg zum Flughafen Hamburg Airport. © Marcus Brandt/dpa

Gut sieben Monate nach dem Eindringen eines Geiselnehmers auf den Hamburger Flughafen ist erneut ein Mann unerlaubt auf das Airportgelände gelangt. Der 29-Jährige sei am Sonntagnachmittag einer Streife der Bundespolizei an einem Tor aufgefallen, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Es sei keine Beschädigung am Zaun festgestellt worden. Der Eindringling habe auch keine besondere Ausrüstung dabeigehabt. Dass der Mann sogleich bemerkt worden sei, sei «Kommissar Zufall» zu verdanken. 

Suche mit Polizeihubschrauber

Es habe keine Gefahr für den Luftverkehr bestanden. Der Betrieb des Flughafens wurde dennoch für etwa 20 Minuten unterbrochen, weil die Polizei nicht sogleich ausschließen konnte, dass keine weiteren Menschen auf das Gelände gelangt waren. Bei der Suche sei auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden. Nach Angaben einer Flughafensprecherin wurde wegen der Sperrung ein Flugzeug aus Stuttgart nach Hannover umgeleitet. Der Abflug dieser Maschine aus Hamburg sowie ein weiterer Flug wurden gestrichen. 

Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs

Zum Motiv des Eindringlings erklärte die Bundespolizei, der 29-Jährige habe eine Abkürzung über das Vorfeld des Flughafens nehmen wollen. Die Beamten nahmen eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs auf. Der Mann müsse auch die Rechnung für die verursachten polizeilichen Kosten tragen. Wie hoch der Betrag ist, blieb zunächst unklar. Der Flughafen prüft nach Angaben der Sprecherin eine Schadensersatzforderung. Die Ermittlungen gegen den Mann übernahm die Ermittlungsstelle Flughafen der Hamburger Polizei. 

Neue Zaunsensorik nur an Testfeldern

Knapp elf Monate nach dem Eindringen von Klimaaktivisten auf das Flughafengelände testet der Airport weiter eine neue Zaunsensorik, wie die Flughafensprecherin sagte. Am 18 Kilometer langen Flughafenzaun gebe es mehrere Testfelder. Auch der Stacheldraht auf dem Zaun werde verstärkt. Am 13. Juli 2023 hatten Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation den Zaun aufgeschnitten, waren mit Leihrädern in Richtung Rollfeld gefahren und hatten sich an mehreren Stellen auf Zubringerwegen festgeklebt. Der Flugbetrieb war für dreieinhalb Stunden unterbrochen.

Geiselnehmer brauchte Sekunden für Durchbrechen von drei Schranken

Am 4. November vergangenen Jahres hatte ein 35-Jähriger seine damals vierjährige Tochter mit Gewalt aus der Wohnung seiner Ex-Frau im niedersächsischen Stade geholt und war mit dem Kind im Auto auf das Flughafengelände gefahren. Innerhalb von Sekunden durchbrach er drei Schranken einer Ausfahrt am Nordtor. Das zeigten Videoaufnahmen, die im Mai im Prozess gegen den Geiselnehmer zu sehen waren. Wie ein Polizist vor der Strafkammer am Landgericht erklärte, wiesen die Schranken Sollbruchstellen auf, um das schnelle Einfahren von Rettungsfahrzeugen zu ermöglichen. 

Der Geiselnehmer hatte in der Nähe stehender Flugzeuge zwei Brandsätze auf das Vorfeld geworfen, die die Feuerwehr löschte. Er schoss mindestens dreimal in die Luft und verlangte, dass ein Flugzeug ihn und seine Tochter in die Türkei bringe. Der 35-Jährige drohte, sich und das Kind mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft zu sprengen. Erst nach 18 Stunden gab der 35-Jährige auf. Die Sprengsätze erwiesen sich als Attrappen. Hintergrund der Tat war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit. 

© dpa
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