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Hochwasserzentrum: Scheitelpunkte am Wochenende erwartet

Das Wasser an der Elbe in Sachsen steigt weiter leicht an. Zum Wochenende wird der Scheitelpunkt erwartet - und dann geben die Wetteraussichten Hoffnung auf Besserung.
Hochwasser
Ein Hochwasser-Schild steht an einem überfluteten Feld. © Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Die Wasserstände der Elbe werden nach Prognosen der zuständigen Behörde in den kommenden zwei Tagen noch weiter steigen. Am Pegel in Schöna nahe der tschechischen Grenze wird erwartet, dass der Richtwert von 6 Metern für die Alarmstufe 3 am Samstagmorgen überschritten wird, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie am Donnerstag mitteilte. Am Abend soll demnach der Hochwasserscheitel erreicht sein.

Auch im weiteren Verlauf der Elbe bildet sich am Pegel Dresden bis zum Sonntag ein Hochwasserscheitel etwa in Höhe des Richtwertes der Alarmstufe 3 (sechs Meter) aus. Aus heutiger Sicht des Landeshochwasserzentrums kann dieser Richtwert auch geringfügig überschritten werden, hieß es. Am Pegel Riesa wird dagegen ein Überschreiten des Richtwertes der Alarmstufe 3 nicht erwartet.

Pegelstand in Dresden steigt weiter

Das Dresdner Umweltamt rief am Donnerstagabend die Alarmstufe 2 aus. Aufgrund des gestiegenen Elbpegels sei das Terrassenufer zwischen Steinstraße und Kleiner Packhofstraße im Laufe des Abends gesperrt. Seit Dienstagabend war der Wasserstand in Dresden kontinuierlich angestiegen. Am Donnerstagabend lag er bei 4,80 Meter, am Vortag noch bei 4,39 Meter - normal sind zwei Meter. Von Rekordwerten ist die Elbe in Dresden aber noch weit entfernt: Bei der Jahrhundertflut 2002 betrug der Wasserstand hier 9,40 Meter.

Das Landesamt erklärte, dass unabhängig von den Richtwerten die zuständigen Unteren Wasserbehörden der Landkreise und die kreisfreien Städte die Hochwasseralarmstufen ausrufen können. Diese beinhalten dann Maßnahmen zur Hochwasserabwehr und eventuell notwendiger Evakuierungen.

Andere Flussgebiete nicht besonders gefährdet

Auch in den anderen sächsischen Flussgebieten kann laut Landesamt die Wasserhöhe in den kommenden Tagen noch steigen. «Aus heutiger Sicht des Landeshochwasserzentrums wird sich daraus keine überregionale Hochwassergefährdung entwickeln, wenngleich mancherorts kurzzeitig die Hochwassermeldegrenze überschritten werden kann.»

Wetteraussichten geben Hoffnung

Ein Wetterumschwung könnte die Situation in Sachsen bald zudem leicht entschärfen. «In den kommenden Tagen werden nur noch einige Schauer erwartet, die ergiebigen Regenfälle hören auf», sagte Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag. Der Freitag bleibe aller Voraussicht nach niederschlagsfrei.

Zum Wochenende wird es nach Angaben der Meteorologin deutlich kühler, außerdem gibt es vereinzelte Schneefälle bis in die tiefen Lagen. Ab Montag wird für einige Tage sogar Dauerfrost erwartet.

© dpa
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