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Sechs Monate «Stadt der Literatur»: Bremen baut Netzwerk auf

Jakarta, Rio de Janeiro, Seattle - und seit sechs Monaten auch Bremen: Im Herbst hat die UNESCO der Hansestadt den Titel «Stadt der Literatur» verliehen.
Bremer Stadtmusikanten- und Literaturhaus
Das Kontorhaus in der Bremer Innenstadt. © Sina Schuldt/dpa

Sechs Monate nach der Verleihung des UNESCO-Titels «Stadt der Literatur» bemüht sich Bremen um ein literarisches Netzwerk. Insbesondere mit Manchester, Odessa und Heidelberg gebe es schon erste Kooperationen, berichtete ein Sprecher des Bremer Kulturressorts. Manchester berate Bremen beispielsweise als Partnerstadt im ersten Jahr bei allen Fragen und Abläufen.

Heidelberg, die erste Literaturstadt in Deutschland, habe Bremen schon im Bewerbungsprozess unterstützt. Die beiden Städte planen nach eigenen Angaben einen regelmäßigen Austausch von zwei bis drei Autorinnen und Autoren - unter anderem beim Lesefestival «Bremen liest!» und im Rahmen des literarischen Herbstes in Heidelberg. In die Partnerstadt Odessa habe Bremen ein Paket mit 80 Büchern über die Stadtmusikanten geschickt, die als Preise bei einem Kinder-Lyrik-Wettbewerb vergeben werden sollen.

Wichtig für solche Vernetzungen seien vor allem größere Festivals, heißt es aus dem Kulturressort. Bei «Poetry on the road» sollen in diesem Jahr gezielt Poetry-Slammer aus den anderen Literaturstädten auftreten und das Festival «globale°» suche im Oktober ebenfalls den Austausch mit den anderen Städten. Dort hätten schon im vergangenen Jahr elf Vertreterinnen und Vertreter aus Leeuwarden, Ljubljana, Durban, Manchester, Nottingham, Odessa, Lviv, Heidelberg, Melbourne, Krakau und Tartu Kontakte geknüpft.

Für Bremer Autorinnen und Autoren bedeute die Aufnahme des Netzwerkes, dass sie sich künftig auf alle Ausschreibungen des Städtenetzwerkes bewerben können. Auch in Bremen sind nach eigenen Angaben einige Projekte geplant, unter andere eine Kooperation mit den Freibädern, eine neue Podcastreihe sowie Lesungen und ein Theater zum UNESCO-Welttages des Buches an diesem Dienstag. Von der Weltkulturorganisation selbst gibt es keine Fördermittel, der Senat plant die Bremer Literaturszene in diesem Jahr mit 250 000 Euro zu unterstützen.

Als «Stadt der Literatur» wurde Bremen Ende Oktober in das internationale Netzwerk der Creative Cities aufgenommen. Die Stadt überzeugte unter anderem mit dem geplanten Stadtmusikanten- und Literaturhaus, das 2025 eröffnet werden soll. Das Programm vernetzt weltweit Exzellenz-Zentren aus den Bereichen Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk und Literatur.

Bremen ist die siebte Kreativstadt in Deutschland, die von der Weltkulturorganisation ausgezeichnet wurde. Neben der Hansestadt gehören Berlin (Stadt des Designs), Hannover (Stadt der Musik), Heidelberg (Stadt der Literatur), Karlsruhe (Stadt der Medienkunst), Mannheim (Stadt der Musik) und Potsdam (Stadt des Films) dem Netzwerk an. Das UNESCO-Programm Creative Cities existiert seit 2004.

© dpa
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