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Leichte Entspannung auf dem Brennholzmarkt in Hessen

Panikkäufe beim Brennholz wie 2022 sind nach Angaben von Hessenforst in dieser Saison nicht festzustellen. Der Brennholzverband beobachtet aktuell einen geringen Preisrückgang.
Brennholz
Holzscheite für einen Ofen liegen aufgestapelt unter einem Verschlag. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Nach den enormen Preissteigerungen und den Lieferengpässen bei Brennholz im vergangenen Jahr sieht die Lage für Kamin- und Ofenbesitzer in Hessen in diesem Winter etwas besser aus. «Nach unserem Eindruck hat sich die Lage verglichen mit dem letzten Jahr entspannt», teilte der Landesbetrieb Hessenforst auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Vermutlich haben sich die Kunden zuletzt gut bevorratet, auch um den Rohstoff lange genug auf unter 20 Prozent Holzfeuchte trocknen zu lassen.»

«Die Nachfrage nach Brennholz ist weiterhin höher als vor dem Ukrainekrieg und der Energiekrise», erklärte eine Sprecherin von Hessenforst. Örtliche Engpässe müssten gegebenenfalls anderswo ausgeglichen werden. Das könne bedeuten, dass Brennholzkunden weitere Transportwege in Kauf nehmen oder auf andere Holzarten ausweichen müssten. Die Preise für Brennholz im Landesbetrieb seien seit der vergangenen Saison stabil geblieben.

Große regionale Unterschiede

Nach Angaben des Bundesverbandes Brennholzhandel und Brennholzproduktion sind die Brennholzpreise bei den Händlern in Hessen genau wie im Rest Deutschlands im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent gesunken. Es gebe in Hessen wie auch anderswo starke regionale Preisunterschiede, sagte der Verbandsvorsitzende Klaus Egly der dpa.

Der Preis für einen Schüttraummeter Buche liege derzeit in größeren Vollerwerbsbetrieben zwischen 120 und 160 Euro. «Preise wie vor dem Ukraine-Krieg wird es nicht mehr geben», betonte Egly. Das liege zum einen an der gestiegenen Nachfrage nach Brennholz. Zum anderen sei das Angebot an Holz durch das Nachhaltigkeitsprinzip der Forstwirtschaft limitiert, das besage, dass nur so viel aus dem Wald entnommen werde dürfe wie nachwachse. Zudem habe auch die Möbel- und Baubranche einen großen Holzbedarf. In Deutschland gibt es nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums etwa 11,2 Millionen sogenannte Einzelraumfeuerstätten als ergänzende Holzheizungen, überwiegend Kaminöfen und Kachelöfen.

Hessenforst vermarktet Brennholz über ein Internetportal. «Die zuständigen Forstämter stellen dort die verfügbaren Brennholzmengen ein», erklärte die Sprecherin. «In einzelnen Forstämtern waren und sind die vorrätigen Sortimente des Buchenbrennholzes schnell vergriffen. Allerdings ist landesweit Brennholz anderer Holzarten wie Eiche, Esche oder Fichte vorhanden.» Erfahrungsgemäß sei die Nachfrage am Anfang der Saison höher und nehme im Laufe das Winters ab. «Panikkäufe wie im letzten Jahr können wir aktuell nicht beobachten», sagte die Sprecherin.

Andere Holzsorten ausprobieren

Auch der Bundesverband Brennholz rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, einmal andere Holzsorten als Buche zu kaufen. «Buche brennt langsam und eigentlich langweilig vor sich hin», erklärte Egly. «Birke macht beispielsweise ein ganz anderes Flammenbild. Da macht es Spaß hinzugucken.» Buchenholz komme im Ofen nur behäbig auf Touren. Fichte dagegen brenne mit einer wesentlich höherer Temperatur ab. «Man hat schnell eine hohe Betriebstemperatur und beugt Glanzruß vor», sagte er. Leider mache Nadelholz kein Glutbett, man könne in diesem Fall aber Buche nachlegen. «Man muss sich einfach einmal damit beschäftigen und ruhig auch einmal etwas experimentieren.»

Er rät Ofen- und Kaminbesitzern, beim Händler vor Ort auch einmal nach Mischholz zu fragen. Die Preise dafür seien niedriger als für Buchenholz. «Damit kann man Geld sparen. Man wird schnell feststellen, dass Weich- und Nadelholz schnell anbrennt und die Buche dann das Feuer hält», erklärte er. Rund 95 Prozent des Holzes, das man in Deutschland bei einem Händler kauft, stammt nach Angaben des Branchenexperten auch aus Deutschland.

© dpa
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