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Umweltschützer wollen Klarheit zur Klimaneutralität

Mehrere Umweltorganisationen drängen auf Klarheit, wie Dresden klimaneutral werden kann. Das Unternehmen SachsenEnergie hatte im Oktober ein Konzept zum Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter vorgestellt, über das der Dresdner Stadtrat am Donnerstag befinden soll. Die Stadtwerke Dresden GmbH als ein Unternehmen von SachsenEnergie sind der größte Energieversorger der Landeshauptstadt. «Mit dieser Strategie steht und fällt Dresdens angestrebte Klimaneutralität», teilten der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Organisationen Fridays und Parents for Future und die Initiative DresdenZero am Montag mit.
Dresden am Morgen
Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) fährt am Morgen in der Altstadt vor der Hofkirche (l-r), dem Hausmannsturm und dem Residenzschloss am Theaterplatz entlang. © Robert Michael/dpa/Archivbild

«Aus den bisher veröffentlichten Details lässt sich kein sicherer Weg erkennen, wie die SachsenEnergie, und damit die Stadt Dresden, klimaneutral werden kann», erklärte der Dresdner BUND-Chef Martin Ahlfeld. Die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung solle zu 70 Prozent durch Umstieg auf grünen Wasserstoff, Tiefengeothermie und Müllverbrennung erfolgen. «Grüner Wasserstoff wird nach derzeitigen Einschätzungen aber zu spät, in zu geringer Menge und zu hohen Preisen verfügbar sein.» Ob Tiefengeothermie tatsächlich infrage komme, sei nicht geklärt. «Müllverbrennung ist nicht klimaneutral.»

Die vierköpfige Dissidenten-Fraktion im Dresdner Stadtrat monierte am Montag den Umstand, dass der Stadtrat über ein Konzept entscheiden soll, dass der Öffentlichkeit in Gänze noch nicht vorliegt. Ein Beschluss würde einer Entscheidung des Stadtrates vom Dezember 2022 zuwiderlaufen. Damals sei dem Bürgerbegehren der Initiative DresdenZero stattgegeben worden, wonach die Dresdner Klimaneutralität bis 2035 erreichen werden soll. SachsenEnergie hatte als Ziel ausgegeben, möglichst bis 2035 - spätestens aber bis 2045 - klimaneutral zu sein.

Das Konzept umfasst die Vermeidung von Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom und Wärme in eigenen Kraftwerken, dem Ausgleich von Netzverlusten sowie im Fuhrpark des Unternehmens entstehen, wie das Unternehmen im Oktober mitgeteilt hatte. Bis 2045 sollen rund 13 Milliarden Euro in die nachhaltige Infrastruktur investiert werden, mindestens 1,5 Milliarden in die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung. Die Umweltschutzorganisationen pochen nun auf eine vollständige Transparenz der Pläne und eine kontinuierliche Evaluierung.

© dpa
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