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Mehr Fälle von Keuchhusten - Ministerin empfiehlt Impfung

Nachdem die Fallzahlen während der Corona-Pandemie zurückgegangen waren, infizieren sich nun wieder mehr Menschen in Sachsen mit Keuchhusten. Mehr als die Hälfte der Erkrankten sind Kinder.
Mehr Keuchkustenfälle
Eine Schülerin führt in einer Schule in Flensburg ihre Hand beim Husten vor den Mund. © Angelika Warmuth/dpa

In Sachsen stecken sich nach einem deutlichen Rückgang in den Jahren der Corona-Pandemie wieder mehr Menschen mit Keuchhusten an. Bis zur vorvergangenen Woche sind im Land 278 Fälle von Keuchhusten aufgetreten, während es im Vorjahr zum vergleichbaren Zeitpunkt 61 Fälle waren, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Die aktuellen Fallzahlen sind demnach jedoch im Vergleich zu den vorpandemischen Jahren nicht ungewöhnlich und waren zu erwarten. So waren es etwa 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, 805 Fälle.

Auch in diesem Jahr machen Kinder einen großen Teil der Erkrankten aus. Etwas mehr als die Hälfte aller Fälle (52,8 Prozent) gab es demnach in der Altersgruppe 1 bis 15 Jahre. Dies sei in etwa vergleichbar mit den Jahren vor Corona (2019: 53,7 Prozent). Auch die Altersgruppe der Säuglinge (unter einem Jahr) befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt mit einem Anteil von 1,8 Prozent an allen Erkrankten auf Vorpandemie-Niveau (2019: 1,9 Prozent).

Auffällig ist laut Ministerium jedoch, dass in diesem Jahr viele Schüler und junge Erwachsene erkranken und weniger die ansonsten deutlich mehr betroffenen Kleinkinder. Neben dem zu erwartenden postpandemischen Nachholeffekt könnten Impflücken zu dem Fallanstieg beigetragen haben. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) wies laut Mitteilung darauf hin, dass es eine gute und sichere Impfung gegen Keuchhusten gebe. «Besonders Säuglinge und ältere Menschen sind gefährdet, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Deshalb ist es gerade auch wichtig, dass deren Kontaktpersonen geimpft sind.»

Keuchhusten ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) eine hoch ansteckende Krankheit, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Bei Ungeimpften verläuft sie in drei Stadien: In den ersten ein bis zwei Wochen treten erkältungsähnliche Symptome wie Schnupfen und leichter Husten sowie leichtes oder gar kein Fieber auf. Im zweiten Stadium, das vier bis sechs Wochen andauere, komme es zu den typischen krampfartigen Hustenanfällen, die mit Würgen und - vor allem bei Kleinkindern - Erbrechen einhergehen können. Auch in dieser Phase ist Fieber eher selten. Im dritten Stadium klingt die Erkrankung langsam ab. Der Reizhusten kann allerdings noch über Monate anhalten.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen sowie den meisten geimpften Kindern verläuft die Erkrankung oft lediglich als lang andauernder Husten. Gefährlich ist die Krankheit jedoch für Säuglinge. Zu Komplikationen, am häufigsten eine Lungenentzündung, kann es auch bei Menschen mit Grunderkrankungen und Älteren kommen.

© dpa
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