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Metall-Tarifrunde: Sieben Prozent mehr Geld gefordert

Rund eine Million Menschen arbeiten im Südwesten in der Metall- und Elektroindustrie. Für sie geht es im Herbst um mehr Geld. Nun stehen die Forderung der IG Metall für die anstehende Tarifrunde.
IG Metall
Das Logo der Gewerkschaft IG Metall ist am Gewerkschaftshaus in Stuttgart angebracht. © Bernd Weißbrod/dpa

Die IG Metall Baden-Württemberg fordert für die rund eine Million Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten sieben Prozent mehr Geld. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, wie der Tarifkommission des Landesbezirks am Freitag in Leinfelden-Echterdingen beschloss.

Darüber hinaus will die IG Metall erreichen, dass die Ausbildungsvergütungen um 170 Euro je Ausbildungsjahr - und damit überproportional - steigen sollen. Azubis sollen nach dem Willen der Gewerkschafter also deutlich stärker von der Tarifrunde profitieren. Außerdem will sie unter anderem mehr Auswahl zwischen Zeit und Geld durchsetzen.

Der Forderungskatalog des Landesbezirks entspricht den Empfehlungen des IG-Metall-Vorstands aus Frankfurt. Nach der Diskussion in den regionalen Tarifkommissionen will dieser am 9. Juli endgültig über die bundeseinheitlichen Forderungen entscheiden.

Resch: Beschäftigte erwarten zu Recht ein deutliches Lohnplus

Bezirksleiterin und Verhandlungsführerin Barbara Resch sagte: «Die Beschäftigten erwarten zu Recht ein deutliches Lohnplus, um gestiegene Kosten auszugleichen». Die Belastungen der Kolleginnen und Kollegen seien trotz der zuletzt wieder sinkenden Inflation weiterhin sehr hoch. «Sie benötigen mehr Geld im Portemonnaie.» Rufe nach einer Nullrunde wies Resch zurück. Diese belasteten die Verhandlungen, bevor sie überhaupt begonnen hätten, und seien eine Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten.

Die Arbeitgeber argumentierten zuletzt, dass die angespannte wirtschaftliche Lage keine großen Lohn- und Gehaltserhöhungen zulasse. Nach Ansicht von Südwestmetall wird die Forderung der Situation vieler Betriebe nicht einmal ansatzweise gerecht: «Einem großen Anteil unserer Firmen geht es nicht nur konjunkturell schlecht», teilte Verhandlungsführer Harald Marquardt am Freitag mit. Die Industrie stehe vor großen Herausforderungen und kämpfe mit immer schlechteren Standortbedingungen.

«Doch das scheint die IG Metall zu ignorieren», sagte Marquardt. Es gebe überhaupt keinen Grund für irgendeine inflationsbedingte Nachschlagdiskussion. Man habe über Jahre hinweg Abschlüsse vereinbart, die weit über der Inflationsrate gelegen hätten. Außerdem habe es eine Inflationsausgleichsprämie gegeben. Ein Tarifergebnis, das nur annähernd die Forderung der IG Metall abbilde, würde viele Unternehmen überfordern. Marquardt hatte kürzlich eine «Forderung über der Zahl Null» als unangebracht kritisiert.

Die ersten Verhandlungen in Baden-Württemberg sollen vor dem 16. September stattfinden. Die regionalen Entgelt-Tarifverträge laufen bundesweit zum 30. September aus. Nach Ablauf der Friedenspflicht wären in dem Konflikt ab Ende Oktober Warnstreiks möglich. In der Regel wird im Laufe der Verhandlungen ein Pilotbezirk vereinbart, dessen Abschluss die übrigen Regionen übernehmen. Bundesweit sind in der Branche 3,9 Millionen Menschen beschäftigt.

© dpa
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