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Minister Schweitzer: «Gute Pflege kennt keinen Reisepass»

Arbeits- und Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) macht sich für mehr ausländische Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz stark. «Gute Pflege kennt keinen Reisepass», sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Um die Fachkräftelücke in der Pflege zu schließen, müssen wir das Potenzial von Pflegekräften aus dem Ausland noch stärker nutzen.» Dabei gehe es um zügige Anerkennungsverfahren der beruflichen Qualifikation, eine individuelle Anerkennungsberatung sowie ein flächendeckendes Angebot von Anpassungsmaßnahmen.
Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer (SPD), Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung von Rheinland-Pfalz, spricht. © Helmut Fricke/dpa/Archivbild

Für 2025 werde in Rheinland-Pfalz mit einer Fachkräftelücke von 4363 Pflegekräften und im Jahr 2030 von rund 6600 Pflegekräften gerechnet, wenn keine weiteren Maßnahmen zur Fachkräftesicherung eingeleitet werden, erklärte der Minister und berief sich dabei auf den «Branchenmonitoring Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz».

«Wir wollen, dass sich Pflegekräfte aus dem Ausland gut in ihrem Arbeitsumfeld integrieren können und für sich langfristig eine gute Zukunft in der Pflege sehen», sagte Schweitzer. Ausreichende Sprachkenntnisse seien dafür die Voraussetzung. Mit der Umsetzung der Fachsprachenprüfung leiste Rheinland-Pfalz einen weiteren wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Versorgung in der Pflege.

Berufliche und gesellschaftliche Integration gingen Hand in Hand, betonte der Arbeits- und Sozialminister. «Wer im Beruf schnell Fuß fassen kann, dem fällt es auch leichter, in der Gesellschaft anzukommen - und umgekehrt.» Dem müssten auch die Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz noch stärker Rechnung tragen, wenn sie Pflegekräfte langfristig binden möchten.

© dpa
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