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Mehr Arbeitslose in Rheinland-Pfalz

Ein leichtes Plus im Dezember und ein größeres im gesamten Jahr: In Rheinland-Pfalz sind mehr Menschen ohne Arbeit. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ging deutlich zurück.
Arbeitsagentur
Das Logo der Agentur für Arbeit. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Arbeitslosigkeit ist in Rheinland-Pfalz im Dezember leicht und im gesamten Jahr 2023 deutlich gestiegen. 113.100 Frauen und Männer waren im letzten Monat des Jahres arbeitslos, 1700 oder 1,5 Prozent mehr als vier Wochen zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,0 Prozent, nach 4,9 Prozent im November und 4,6 Prozent im Dezember vor einem Jahr.

Im Durchschnitt des gesamten Jahres 2023 waren 110.700 Menschen ohne Job. Das waren 8200 oder 8,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor. «Der Arbeitsmarkt hatte sich im letzten Jahr ungünstiger entwickelt als in beiden Jahren zuvor», sagte die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz. Bei fast allen Personengruppen habe es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegeben, besonders deutlich sei dieser mit rund 18 Prozent bei Menschen mit einem ausländischen Pass ausgefallen. Im Jahresdurchschnitt waren in dieser Gruppe 38.700 Menschen arbeitslos gemeldet, ein Plus von 5900.

Überdurchschnittlich hoch war auch die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit - um 15,8 Prozent (plus 1400) auf etwa 10.500. Bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahre war ein Anstieg um 1800 oder 4,9 Prozent auf 39.200 zu verzeichnen. Einen Rückgang gab es dagegen bei der Langzeitarbeitslosigkeit mit 2,3 Prozent oder 800 auf 34.900 Menschen im Jahresdurchschnitt.

Die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern sei deutlich zurück gegangen, berichtete Schulz. Im Jahresdurchschnitt seien 41.900 offene Stellen gezählt worden. Das waren 3900 oder 8,5 Prozent weniger als 2022.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Oktober mit mehr als 1,5 Millionen Menschen um 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Für einen Anstieg der Beschäftigten hätten vor allem das Gesundheits- und das Sozialwesen sowie die öffentliche Verwaltung gesorgt.

Seit Jahresbeginn 2023 hätten die Betriebe deutlich weniger neue Arbeitsstellen gemeldet, sagte Schulz. Im Dezember habe dieser Wert um 14,9 Prozent unter dem des Vorjahresmonats gelegen. Im Dezember waren insgesamt noch 38.500 offene Stellen registriert, 4900 oder 11,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die meisten Stellen wurden in der Zeitarbeit (7030), im Handel (4840) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen angeboten.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprach von «vielfältigen Herausforderungen» für den weiterhin «robusten Arbeitsmarkt». «Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der hohen Energiekosten auf den Arbeitsmarkt sind noch immer deutlich spürbar», sagte die SPD-Politikerin. Auch der Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel mache sich bemerkbar.

Zugleich gebe es weiterhin zahlreiche Menschen im Leistungsbezug, die es besonders schwer hätten, eine Anstellung zu finden, betonte Arbeitsminister Alexander Schweitzer. «Der Anspruch unserer Arbeitsmarktpolitik ist es, keinen Menschen aufzugeben und zu versuchen, Arbeitslose im SGB II Bezug so zu fördern, dass ihre Chancen auf eine Beschäftigung steigen», sagte der SPD-Politiker. «Wir setzen hier auch im neuen Jahr weiterhin einen Schwerpunkt, um SGB II-Beziehende, die beim Einstieg in den Arbeitsmarkt vor besonderen Hürden stehen, gezielt und bedarfsgerecht zu unterstützen.» Besondere Hürden seien beispielsweise eine fehlende Berufsausbildung, familiäre Belastungssituationen, ein Migrations- oder Fluchthintergrund oder fehlende digitale Kompetenzen.

© dpa
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