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«Kein Zuckerschlecken»: 1. FC Nürnberg beendet Mini-Krise

Der 1. FC Nürnberg kann in Elversberg lange nicht überzeugen, nimmt aber drei Punkte mit. «So wie wir für die drei Punkte gekämpft haben, war das von allen eine große Leistung», meint Florian Hübner.
SV Elversberg - 1. FC Nürnberg
Elversbergs Semih Sahin (l) und Nürnbergs Jens Castrop kämpfen um den Ball. © Mario Hommes/DeFodi Images/dpa

Vom 1. FC Nürnberg fällt eine Last ab. Der «Club» hat seine kleine Ergebniskrise beendet und die erweiterte Spitzengruppe in der 2. Fußball-Bundesliga wieder im Blick. Nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen gewann der FCN am Sonntag bei der SV Elversberg mit 1:0 (0:0) und hat nun wie der Aufsteiger 24 Punkte auf dem Konto.

Vor 8150 Zuschauern erzielte der Japaner Daichi Hayashi in der 83. Minute den Siegtreffer für die Franken. «So ein Sieg hilft natürlich immer. Zusammengefasst sind dies drei Punkte, die uns unglaublich guttun», resümierte Trainer Cristian Fiel nach dem Zu-Null-Erfolg.

«Es war spielerisch kein Zuckerschlecken. Wir hatten oftmals Ballverluste, die unseren Spielfluss so ein bisschen gekillt haben. Deshalb hatten wir viel Druck», analysierte Verteidiger Florian Hübner. «Aber ich muss der Mannschaft auch mal ein Kompliment machen. So wie wir für die drei Punkte gekämpft haben, war das von allen eine große Leistung.»

Beide Teams neutralisierten sich weitgehend und agierten zunächst ungefährlich. Für den größten Aufreger in der ersten Halbzeit sorgten die Nürnberger Fans, die Gegenstände wie Papierrollen auf den Rasen warfen und dabei auch «Club»-Torwart Christian Mathenia am Kopf trafen. Der 31-Jährige konnte allerdings ohne Probleme weiterspielen.

In der Nachspielzeit bot sich den Gästen die unverhoffte Chance zur Führung. Benjamin Goller hatte nach einem Abwehr-Patzer des Aufsteigers plötzlich freie Bahn, sein Lupfer landete jedoch nur auf der Oberkante der Latte. «Die erste Halbzeit war meiner Meinung nach ausgeglichen, trotzdem hatten wir mehr Momente im gegnerischen Strafraum als Elversberg», befand Nürnbergs Coach Fiel.

Nach dem Wechsel spielten die Hausherren mutiger nach vorn und kamen zu ersten Möglichkeiten. Luca Schnellbacher traf mit einem Heber nur die Latte. Kurz darauf scheiterten Semih Sahin und Paul Stock jeweils am gut reagierenden Mathenia, der nach 68 Minuten dann aber verletzt vom Platz humpelte. Für ihn rückte Carl Klaus zwischen die Pfosten. In der Schlussphase kam Nürnberg besser ins Spiel und durch Hayashi zum Sieg. Der Japaner traf nach Vorlage von Jan Gyamerah aus Nahdistanz.

«Nach der Pause hat nur Elversberg gespielt, da waren wir noch in der Kabine. In dieser Phase hatten wir etwas Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten», äußerte Fiel. «Dann schießen wir jedoch das Tor und investieren anschließend alles, um die drei Punkte mitzunehmen.»

© dpa
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