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Kita-Gruppen in MV sollen kleiner werden

In kaum einem anderen Bundesland wird die Kinderbetreuung in Kitas so genutzt wie in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings sind die Gruppe so groß wie sonst nirgendwo. Die nun geplanten Verbesserungen gehen der Opposition nicht weit genug.
Kita
Ein Verkehrsschild mit dem Hinweis «Kindergarten» steht vor einer Kindertagesstätte. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Begleitet von einer Protestaktion von Erzieherinnen und Erziehern hat der Landtag in Schwerin am Donnerstag die Beratungen zum neuen Landes-Kitagesetz begonnen. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) hob bei der Einbringung des Gesetzes hervor, dass sich mit der Änderung das Fachkraft-Kind-Verhältnis in den Kitas von 1:15 auf 1:14 verbessere. Die sprachliche Förderung der Kinder solle intensiviert, die Mitwirkungsmöglichkeit der Eltern erweitert werden.

Für Entlastung der Fachkräfte sollen Assistentinnen sorgen, die bei mehrjähriger Berufserfahrung in Randzeiten auch selbst kleinere Gruppen betreuen können. «Die Qualitätsverbesserungen in der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern gehen schrittweise weiter», konstatierte die Ministerin. Bei der von Verdi organisierten Aktion vor dem Landtag hatten am Morgen etwa 20 Erzieherinnen bessere Arbeitsbedingungen gefordert.

Der Wunsch nach größeren Schritten sei verständlich, doch dürften die finanziellen Möglichkeiten nicht aus den Augen gelassen werden, sagte Oldenburg. Allein die Verbesserung des Betreuungsschlüssels koste fast 12 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Laut der Ministerin stellt das Land in diesem Jahr insgesamt 467 Millionen Euro für die Kinderbetreuung bereit und damit knapp acht Prozent mehr als 2022.

Der AfD-Abgeordnete Enrico Schult beklagte, dass die vom Bund bereitgestellten Kita-Mittel in Mecklenburg-Vorpommern allein für die Kostenbefreiung der Eltern eingesetzt worden sei. Andere Bundesländern hingegen hätten mit dem Geld vor allem die Qualität der Betreuung verbessert. Der Bedarf dafür sei aber auch in MV groß.

Wie Schult kritisierte auch Jutta Wegner von den Grünen, dass mit der Gesetzesänderung die Position der Tagesmütter und -väter nicht gestärkt werde. Zudem erneuerte sie die Forderung, die Gruppen schneller zu verkleinern, um die frühkindliche Bildung zu stärken. In der Realität müsse in Zeiten mit hohem Krankenstand eine Erzieherin auch schon mal 19 Kinder betreuen. Für gezielte Förderung fehle aber auch so oft schon die Zeit.

In der jüngsten Studie der Bertelsmann Stiftung war Mecklenburg-Vorpommern im Ländervergleich beim Betreuungsschlüssel erneut hinten gelandet. Oldenburg führte dies unter anderem auf den hohen Betreuungsgrad und die bundesweit längsten Öffnungszeiten der Kitas zurück.

Früheren Angaben der Ministerin zufolge werden im Nordosten insgesamt 117 470 Mädchen und Jungen in Kindertageseinrichtungen oder bei Tagesmüttern betreut. Die Betreuungsquote der 0- bis 3-Jährigen liege bei 59 Prozent, bei den 3- bis 6-Jährigen bei knapp 95 Prozent. Mit diesen Quoten und auch mit den wöchentlichen Betreuungszeiten stehe Mecklenburg-Vorpommern im Ländervergleich an der Spitze. Vor allem in den Westländern liegen die Quoten deutlich niedriger. Dort fehlten Betreuungsplätze und Kitas würden früher und oft über den Mittag schließen, sagte Oldenburg.

© dpa
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