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Handgranaten-Fund in Frankfurt: Polizei geht Hinweisen nach

Schock in Frankfurt nach dem Fund einer funktionsfähigen Handgranate. Die Polizei fahndet nun nach einem Verdächtigen - und setzt dabei auch auf die Bevölkerung.
Polizei
Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Nach dem Fund einer funktionstüchtigen Handgranate in einer S- und U-Bahnstation in der Frankfurter Innenstadt sind bei der Polizei erste Hinweise eingegangen. Untersuchungen hätten zudem ergeben, «dass sich in der Handgranate ein Sprengsatz befunden hat - somit war das Gerät funktionsfähig», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Er betonte zudem, dass die Granate gesichert gewesen sei, «der Stift war noch drinnen».

Die Handgranate war am Dienstagmorgen in der B-Ebene der Hauptwache - also einem Untergeschoss der Station - entdeckt worden. Sie werde nun weiter untersucht. Ein Gutachten stehe noch aus, sagte der Sprecher. Hinweise auf einen Anschlagsversuch oder politische Hintergründe lägen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor. «Die Hintergründe sind nach wie vor unklar.» Und: «Wir ermitteln in alle Richtungen.»

Unterdessen läuft die Fahndung nach einem Verdächtigen. So habe vor allem die Auswertung der Aufnahmen von Sicherheitskameras ergeben, «dass sich gegen 04.18 Uhr eine unbekannte männliche Person verdächtig in der B- und C-Ebene der Hauptwache bewegte». Um 04.36 Uhr habe der Unbekannte die Handgranate im Bereich der B-Ebene abgelegt und sei anschließend zu Fuß in Richtung Eschenheimer Tor geflüchtet.

Die Ermittler suchen auch über die sozialen Medien nach weiteren möglichen Zeugen und richteten wenige Stunden nach dem Fund eine Telefonnummer für Hinweise ein. «Einige Hinweise haben wir bekommen, denen gehen wir jetzt nach», sagte der Sprecher.

Am Dienstagmorgen hatten mehrere Passanten die Polizei alarmiert, nachdem sie einen verdächtigen Gegenstand auf dem Boden an einer Wand entdeckt hatten. Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden identifizierten den Gegenstand daraufhin als Handgranate.

Nach Angaben der «Bild»-Zeitung handelt es sich bei der Granate um das jugoslawische Modell M52, das seit den Balkan-Kriegen der 1990er-Jahre auf dem illegalen Waffenmarkt weitverbreitet ist. Die Polizei konnte dazu zunächst keine Angaben machen. Die kriminaltechnischen Untersuchungen würden noch laufen, sagte der Sprecher.

Der an der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil gelegene unterirdische Bahnhof Hauptwache ist ein Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr. Er liegt am zentralen S-Bahn-Tunnel unter Frankfurt, den fast alle S-Bahnlinien durchqueren. Auch mehrere U-Bahnlinien fahren die Station Hauptwache an, die aus insgesamt vier Ebenen besteht.

Weil die Station weiträumig abgesperrt wurde, konnten S- und U-Bahnen dort im morgendlichen Berufsverkehr nicht halten, sondern mussten durchfahren.

© dpa
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