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Handgranate mitten in Frankfurter Innenstadt gefunden

Schreck am Morgen mitten in Frankfurt: In einer belebten S- und U-Bahnstation in der Innenstadt wird eine Handgranate gefunden. Es bleibt zunächst unklar, ob sie hätte explodieren können. Die Polizei veröffentlicht Fotos eines Tatverdächtigen.
Hauptwache Frankfurt
Menschen benutzen eine Rolltreppe zur B-Ebene des ÖPNV-Bahnhofs «Hauptwache». © Andreas Arnold/dpa

Nach dem Fund einer Handgranate in einer belebten S- und U-Bahnstation in der Frankfurter Innenstadt ermittelt die Polizei in alle Richtungen. «Die Hintergründe sind derzeit noch völlig unklar», teilte die Polizei am Dienstag mit. «Hinweise auf eine mit dem Nahostkonflikt zusammenhängende Motivlage liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor.»

Wer die Handgranate in der zentral gelegenen Haltestelle Hauptwache abgelegt hat, war zunächst unklar. Weil die Station weiträumig abgesperrt wurde, konnten S- und U-Bahnen dort im morgendlichen Berufsverkehr nicht halten, sondern mussten durchfahren.

Wenige Stunden nach dem Fund veröffentlichte die Polizei Aufnahmen eines Tatverdächtigen. Erste Ermittlungen und vor allem die Auswertung der Aufnahmen von Sicherheitskameras hätten ergeben, «dass sich gegen 04.18 Uhr eine unbekannte männliche Person verdächtig in der B- und C-Ebene der Hauptwache bewegte», teilte die Polizei mit. Um 04.36 Uhr habe der Unbekannte die Handgranate im Bereich der B-Ebene abgelegt und sei anschließend zu Fuß in Richtung Eschenheimer Tor geflüchtet.

Mehrere Passanten hatten am Morgen kurz nach halb sieben Uhr den verdächtigen Gegenstand auf dem Boden an einer Wand in der sogenannten B-Ebene, einem Unterschoss der Station, liegen gesehen und die Polizei alarmiert. Die Einsatzkräfte riegelten das Gebiet für rund drei Stunden weiträumig ab. Die Polizei teilte zunächst mit, es sei ein «handgranatenähnlicher Gegenstand» gefunden worden.

Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) in Wiesbaden identifizierten den Gegenstand als Handgranate. Der Stift, um die Granate zu zünden, war noch vorhanden, wie ein Polizeisprecher sagte. Ob sich in der Granate noch Sprengstoff befand, war auch am Nachmittag noch ungewiss. Dies soll in einer kriminaltechnischen Untersuchung geklärt werden, dabei soll die Handgranate auch auf Fingerabdrücke untersucht werden. Wann Ergebnisse dazu vorliegen, war unklar. Angaben über Alter und Herkunft der Granate konnte der Polizeisprecher ebenfalls nicht machen.

Die Ermittler werteten Aufnahmen der ober- und unterirdisch eingebauten Überwachungskameras an der Hauptwache aus und vernahmen Zeugen. Zudem suchten sie auch über die sozialen Medien nach weiteren möglichen Zeugen und richteten eine Telefonnummer für Hinweise ein. Die «komplette Maschinerie» sei am Laufen, sagte ein Polizeisprecher. Medienberichte, wonach Passanten den mutmaßlichen Täter beim Hinlegen der Granate gesehen hatten, bestätigte er nicht.

Der an der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil gelegene, unterirdische Bahnhof Hauptwache ist ein Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr. Er liegt am zentralen S-Bahn-Tunnel unter Frankfurt, den fast alle S-Bahnlinien durchqueren. Auch mehrere U-Bahnlinien fahren die Station Hauptwache an, die aus insgesamt vier Ebenen besteht.

Für die Pendler sorgte die Sperrung der Hauptwache für zusätzliche Einschränkungen. An dem Dienstag fuhren unabhängig von dem Polizeieinsatz seit den Morgenstunden viele S-Bahnen und Busse nur unregelmäßig oder gar nicht, wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mitteilte. Grund dafür war den Angaben zufolge ein hoher Krankenstand beim Fahrpersonal.

© dpa
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