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Prozess um tödlichen Methadon-Drink gegen drei Angeklagte

Drei Männer sollen einem 39-Jährigen heimlich Methadon ins Getränk gemischt und ihn dann bestohlen haben. Ihr Opfer starb. Vor Gericht schweigen die Angeklagten zunächst.
Prozess um tödlichen Methadon-Drink
Justiz

Wegen gemeinschaftlichen Mordes und Raubs mit Todesfolge müssen sich seit Dienstag drei Männer vor dem Landgericht Hamburg verantworten. In der Nacht zum 14. April hätten sie gemeinschaftlich und aus Habgier einem 39-jährigen Mann heimlich Methadon verabreicht, sagte die Staatsanwältin beim Prozessauftakt. Ziel sei gewesen, das Opfer zu berauben. Ihnen wird vorgeworfen, dadurch den Tod eines Menschen verursacht zu haben.

Die Männer im Alter von 41, 38 und 26 Jahren haben laut Staatsanwaltschaft zunächst am Abend des 13. April in der Wohnung eines der Angeklagten gemeinsam mit dem 39-Jährigen Alkohol getrunken und Kokain konsumiert. Ohne sein Wissen sollen sie ihm dann Methadon in das Getränk gemischt haben. Die Angeklagten hätten gewusst, dass der Mann wehrlos sei, betonte die Staatsanwältin. Laut Anklage starb er an einer Überdosis. Die Angeklagten - ein Serbe, ein Syrer und ein Deutscher - sollen dann seine Armbanduhr und Bargeld in unbestimmter Höhe gestohlen haben.

Außerdem wird ihnen vorgeworfen, im Namen des 39-Jährigen Waren bestellt zu haben. Am frühen Morgen des 15. Aprils sollen die drei Männer zudem in seine Wohnung eingedrungen sein und dort Wohnungs- und Fahrzeugschlüssel, Handys, Geschäftsunterlagen und ein Laptop gestohlen haben. Die Angeklagten seien mit den Gegenständen geflüchtet, «um diese für sich zu verwenden», sagte die Staatsanwältin.

Einlassungen der Angeklagten gab es am Dienstag noch nicht: Einer der Männer möchte sich nicht äußern, ein anderer erst zu einem späteren Zeitpunkt und der dritte, falls überhaupt, auch später und höchstwahrscheinlich schriftlich, wie ihre Verteidiger erklärten. «Das ist ja schade, dann hätte ich noch Zeugen laden können», sagte die Vorsitzende Richterin, Jessica Koerner, und beendete den ersten Prozesstag früher als gedacht. Der Prozess wird am 2. Januar fortgesetzt – das Urteil könnte am 5. März fallen.

© dpa
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