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Sportverein in Potsdam: Rechte Strömungen besser erkennen

Rechtsextreme wollen nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auch in Sportvereinen Fuß fassen. Ein Potsdamer Sportverein will nach Vorfällen im eigenen Club verstärkt gegen rechte Strömungen aktiv werden.
Sportverein in Potsdam will rechte Strömungen besser erkennen
Auf dem Nebenplatz im Karl-Liebknecht-Stadion im Stadtteil Babelsberg ist hinter einem Fußballtor der Schriftzug „BSG Motor Babelsberg“ zu lesen. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Nach dem Boxtraining mutmaßlicher rechter Hooligans will der Potsdamer Sportverein SV Motor Babelsberg rechte Strömungen künftig besser erkennen und dagegen vorgehen. An diesem Montag werde es Beratungen mit Rechtsextremismus-Experten des brandenburgischen Demos-Instituts für Gemeinwesenberatung geben, kündigte der Erste Vorsitzende des Sportvereins, Daniel Keller, an, der auch SPD-Landtagsfraktionschef in Potsdam ist.

Es werde darum gehen, verfassungsfeindliche Gesinnungen und Strömungen besser zu erkennen und die mehr als 40 Übungsleiter in einer späteren Schulung zu sensibilisieren. Auch Gespräche mit Sportverbänden seien geplant. «Die Gefahr der Unterwanderung der Vereine muss die Sportwelt ernst nehmen, diese wird in Zukunft vermutlich zunehmen», sagte Keller der dpa.

Im Dezember war bekannt geworden, dass in der Box-Abteilung des Vereins SV Motor Babelsberg auch Mitglieder der rechten Hooliganszene trainiert haben sollen. Keller sagte, die Informationen, die ihm vorlägen, seien glaubhaft. Der Verein hatte den Trainer von seinen Aufgaben entbunden und betont, rechtsradikale Strömungen würden nicht geduldet.

Auch im Universitätsportclub USC in Frankfurt (Oder) waren vor kurzem rechtsextreme Vorfälle bekannt geworden. Laut Landesportbund handelt es sich dabei um Einzelfälle.

Das Tragen von verfassungsfeindlichen Symbolen und Kleidung werde der Verein künftig per Hausordnung verbieten, so Keller. «Möglichkeiten, beim Eintritt die Mitglieder auf ihre Gesinnung oder ihre Einstellung zur Rechtsstaatlichkeit zu überprüfen, haben wir nicht.»

Der Verfassungsschutz in Brandenburg geht davon aus, dass Rechtsextreme immer wieder auch in regulären Sportvereinen und Kampfsportgruppen Fuß fassen wollen. Rechtsextremistische Bestrebungen zeigen laut Innenministerium eine teils sehr hohe Affinität zum Kampfsport, teilte das Innenministerium mit.

Der SV Motor Babelsberg hat nach eigenen Angaben 1095 Mitglieder in 14 Abteilungen. Davon ist Judo die größte Abteilung mit 400 Mitgliedern, Boxen hat rund 70 Mitglieder.

© dpa
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