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Nicht wiederholen: Streich verdrängt Wolfsburg-Debakel

Die vergangene Reise nach Wolfsburg endete für den SC Freiburg mit einem Debakel. Diesmal wollen es die Badener besser machen. Mit einem Sieg soll der nächste Schritt zu schönen Weihnachten gelingen.
Christian Streich
Freiburgs Trainer Christian Streich steht vor dem Spiel im Stadion. © Tom Weller/dpa/Archivbild

Die bösen Erinnerungen an das Debakel in Wolfsburg hat Christian Streich nach eigenen Worten verdrängt. Mit 0:6 unterlag der SC Freiburg in der vergangenen Saison beim VfL Wolfsburg, im ersten Spiel nach der langen Winterpause als Folge der Winter-WM in Katar. «Da kamen wir immer einen Schritt zu spät», sagte Streich. An diese außergewöhnliche Niederlage will er sich vor dem erneuten Auftritt beim VfL am Samstag (15.30 Uhr/Sky) erst auf Nachfrage in der Pressekonferenz erinnert haben.

«Wolfsburg hat ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht. Da kann es schon mal sein, dass man dort verprügelt wird», fügte der SC-Coach am Donnerstag hinzu. Allerdings kam diese deutliche Niederlage sehr überraschend, denn der Sport-Club war als Überraschungs-Tabellenzweiter der Fußball-Bundesliga angereist.

Bei den Spielern scheint sich dieses Negativerlebnis etwas mehr eingeprägt zu haben. Matthias Ginter betonte von sich aus nach dem 5:0-Erfolg in der Europa League gegen Olympiakos Piräus, dass die Mannschaft in der Vorsaison in Mainz und Wolfsburg «nicht gut ausgesehen» habe, und da nun ihre «Bilanz aufbessern» wolle. 

In Mainz ist das am vergangenen Sonntag mit dem 1:0-Sieg bereits gelungen. «Die Mannschaft hat in einem extrem schwierigen Spiel gegen einen sehr guten Gegner bestanden», lobte Streich: «Das war sehr wichtig für unsere Seele, für unser Punktekonto, für unser Selbstverständnis.» Das Spiel in Wolfsburg sieht er nun als eine Riesenmöglichkeit an, die Tabellensituation im Schlussspurt der Winterpause noch zu verbessern.

Mit 18 Punkten und Platz acht kann der Sport-Club inzwischen schon wieder in Richtung internationale Plätze schauen, die vor allem Wolfsburg nicht aus dem Blick verlieren will. «Naiv sind wir nicht», sagte Streich. Er verwies darauf, dass der VfL den Großteil seiner bislang 16 Punkte (Platz elf) zu Hause geholt hat und zudem auf Hybridrasen spielt, «wo der Ball schneller geht als bei uns». 

Nicht zuletzt wegen des Pokal-Aus in Mönchengladbach am Dienstag steht das Team von Trainer Niko Kovac nicht so gut da, wie es in der VW-Stadt erwartet wird. «Und wenn Druck auf dem Kessel ist, musst du schauen, dass du dich nicht verbrennst, wenn du den Deckel anhebst», warnte Streich.

Für einen Erfolg der Freiburger spricht, dass sie wie in der Vorsaison bislang zuverlässig gegen Mannschaften punkten, die in der Tabelle hinter ihnen stehen. Wolfsburg war im Januar eine der wenigen Ausnahmen. Besser als an diese Partie konnte sich Streich übrigens an das Rückspiel im vergangenen Mai erinnern, das der Sport-Club mit 2:0 gewann. Damit bescherte er nicht nur Torschütze Nils Petersen ein grandioses Karriereende, sondern sich selbst im zweiten Jahr in Serie die Teilnahme an der Europa League.

© dpa ⁄ Daniela Frahm, dpa
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