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Hoffenheim hofft auf den lange abgetauchten Bebou

In Leipzig muss Hoffenheims Trainer Matarazzo wohl einiges umstellen. Verletzte, angeschlagene und kranke Spieler erschweren die Aufgabe. Doch einen altbekannten Hoffnungsträger gibt es.
Ihlas Bebou
Hoffenheims Torschütze Ihlas Bebou (l) jubelt mit Mannschaftskollegen über das Tor zum 3:0. © Uwe Anspach/dpa

Kaum ist der dringend benötigte Ihlas Bebou bei der TSG 1899 Hoffenheim aufgetaucht, plagen den Stürmer aus Togo wieder Knieprobleme. Der 29-Jährige gehört zu der «langen Liste» an Angeschlagenen und Erkrankten, die Trainer Pellegrino Matarazzo vor der Bundesliga-Partie der Kraichgauer am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei RB Leipzig präsentierte.

Bebou war in den vergangenen Wochen nicht an seinen Konkurrenten Wout Weghorst und Maximilian Beier vorbeigekommen. Zudem hatte er zum Saisonstart in Neuzugang Mergim Berisha einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der Ex-Augsburger fällt aber wegen eines Kreuzbandrisses lange aus. Gegen den VfL Bochum am vergangenen Freitag gelang dem eingewechselten Bebou dann der Treffer zum 3:1-Endstand- sein erstes Saisontor. Matarazzo hofft nun, «dass ihm das Kraft und Energie gibt».

Den TSG-Coach plagt inzwischen fast schon ein schlechtes Gewissen, das er den schnellen Angreifer - wenn er ihn spielen lässt - auf den Flügel stellt: «Ich habe mich nach dem letzten Spiel fast entschuldigt, weil ich ihn selten auf seiner stärksten Position eingesetzt habe. Klar ist, er hat seine Abläufe, seine Automatismen im Sturm.»

Bebou hatte wegen langwieriger Knieprobleme fast die komplette Hinrunde der vergangenen Spielzeit gefehlt, verhalf der TSG dann aber mit sieben Treffern zum Klassenerhalt. Jetzt habe Bebou wieder leichte Knieprobleme, so Matarazzo. «Das hat tatsächlich Verbindungen zu seinen alten Problemen. Wir werden sehen, wie gravierend die sind.» Der TSG-Trainer braucht den Stürmer derzeit dringend: Routinier Weghorst fällt wegen einer Adduktorenverletzung für den Rest des Jahres aus, Beier ist erkrankt.

«Wir haben mehrere Krankheitsfälle inklusive Maxi Beier. Ich hoffe, dass der eine oder andere im Training dazustößt bis Ende der Woche», sagte Matarazzo und nannte auch Stammkraft Kevin Vogt sowie Diadie Samassékou und Julian Justvan.

Zudem haben beim Tabellensechsten die Mittelfeldspieler Anton Stach und Florian Grillitsch einen Schlag abbekommen. Talent Umut Tohumcu hat Probleme mit dem Sprunggelenk. Dafür stehen der zuletzt angeschlagene Ozan Kabak und der beim Sieg gegen Bochum gesperrte Kevin Akpoguma für die Abwehr wieder bereit. «Das ist eine längere Liste heute, aber ich bin mir sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen», sagte Matarazzo, dessen Team fünf der bisher sieben Auswärtsspiele gewonnen hat.

© dpa ⁄ Ulrike John, dpa
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