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Bayern? Guirassy? Stuttgarts Hoeneß denkt nur an Augsburg

Nach dem Dämpfer in München will der VfB ein bis dahin gelungenes Jahr erfolgreich zu Ende bringen. Stürmer Guirassy steht vor dem Augsburg-Spiel mal wieder im Fokus. Doch Trainer Hoeneß bleibt cool.
Sebastian Hoeneß
Trainer Sebastian Hoeneß von Stuttgart nimmt nach dem Spiel an einer Pressekonferenz teil. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

An den ernüchternden Südgipfel beim FC Bayern München machte Sebastian Hoeneß einen Haken, die nicht enden wollenden Spekulationen um Torjäger Serhou Guirassy schob er beiseite. Der Fokus des Trainers des VfB Stuttgart gilt einzig und allein dem letzten Spiel vor Weihnachten gegen den FC Augsburg am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky). Da habe man die Möglichkeit, «richtig gut rauszukommen aus dem Jahr», sagte Hoeneß. Schon jetzt ist die Stimmungslage beim VfB eine ganz andere als Ende 2022. Damals gingen die Schwaben - noch ohne Hoeneß - als Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga in die Pause, diesmal überwintern sie definitiv auf einem Champions-League-Rang.

Natürlich wollen sie drei Tage nach dem 0:3 bei den Bayern einen weiteren Dämpfer nun aber unbedingt vermeiden. Man hätte sich deutlich mehr vorgenommen, sagte Hoeneß noch mal rückblickend auf die Klatsche beim Rekordmeister am Sonntag. Die Münchner seien aber eben auch «scharf gestellt» gewesen. Man müsse die Niederlage jetzt so hinnehmen und den Blick auf Augsburg richten, forderte der 41 Jahre alte Coach am Dienstag.

Die Augsburger seien «gut unterwegs», warnte Hoeneß. Erst eine ihrer insgesamt acht Partien unter dem dänischen Trainer Jess Thorup, der vor rund einem Jahr auch als Kandidat beim VfB gehandelt worden war, haben die Fuggerstädter verloren - vor eineinhalb Wochen bei Werder Bremen (0:2). Am Samstag erkämpften sie sich ein 1:1 gegen Vizemeister Borussia Dortmund. Der FCA «wird Selbstvertrauen mitbringen», prophezeite Hoeneß.

Und Stürmer Guirassy womöglich sein letztes Spiel im VfB-Trikot bestreiten? Die Gerüchte um den 27-Jährigen reißen nicht ab, lassen Stuttgarts Trainer nach eigener Aussage jedoch kalt. Das sei ja ein nicht endendes Thema, sagte er. Aber: «Es beschäftigt mich nicht.»

Grundsätzlich sei «doch klar, dass ich mit Serhou gerne noch fünf Jahre weiterarbeiten würde», sagte der Trainer. Natürlich kenne er auch das Geschäft. Wenn er nach Anzeichen für einen Abgang des Stürmers gefragt werde, sage er aber, dass es keine gebe. «Nicht, um euch in die Irre zu führen», wie Hoeneß den Journalisten auf der Pressekonferenz erklärte. «Sondern, weil es das ist, was ich erlebe.» Den Rest werde die Zukunft zeigen.

Guirassy hat in dieser Saison schon 18 Pflichtspiel-Tore für den VfB erzielt. Sein Vertrag bei den Stuttgartern läuft bis zum 30. Juni 2026. Eine Ausstiegsklausel soll es ihm aber ermöglichen, den Club schon diesen Winter zu verlassen. Bereits seit Wochen ranken sich Wechselgerüchte um den Angreifer, der im Januar mit Guinea am Afrika-Cup in der Elfenbeinküste teilnehmen wird. Dass das Spiel gegen Augsburg seine Abschiedsvorstellung beim VfB wird, ist nicht ausgeschlossen. Aber eben auch nur eine der möglichen Optionen.

An Spekulationen um mögliche Nachfolger für Guirassy wollte sich Hoeneß daher erst recht nicht beteiligen. «Wir haben ein wichtiges Spiel. Das ist alles, was zählt», sagte der Stuttgarter Coach. Er wolle «ein großartiges Jahr gut zum Abschluss bringen.»

© dpa ⁄ Christoph Lother, dpa
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