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Corona: Einzelhandel goes online

Der Sommer ist vorbei und der Herbst sorgt für kühles Wetter. Die Corona-Neuinfektionen steigen und die Regierungen in Bund und Ländern ziehen die Zügel wieder an. Alles keine schönen Aussichten für den Einzelhandel, der davon lebt, dass potenzielle Kundschaft in die Städte strömt. Der Einzelhandel muss also online gehen und benötigt dazu Hilfe von Experten.
Einzelhandel goes online
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Galeria Karstadt Kaufhof als warnendes Beispiel

Wie man es nicht macht, hat Galeria Karstadt Kaufhof eindrucksvoll vorgemacht. Der Warenhaus-Konzern war leider nicht in der Lage ein modernes Marketing- und Online-Konzept zu entwickeln und musste Insolvenz anmelden – mit drastischen Folgen. Die Gläubiger mussten auf mehr als zwei Milliarden Euro verzichten. Außerdem werden nach aktuellem Stand 42 der bisher 172 Karstadt- und Kaufhof-Häuser geschlossen. Tausende Mitarbeiter werden ihren Job verlieren. Nur in Einzelfällen wie z.B. dem der Karstadt-Filiale an der Düsseldorfer Schadowstraße konnten Bürger und Lokalpolitik ein Schließen und somit ein weiteres Veröden der Innenstädte verhindern.

Anders sieht es bei Media Markt und Saturn aus. Die beiden Marken, die zur selben Unternehmensgruppe gehören, sind analog und digital gleichermaßen erfolgreich. Das liegt an einem Konzept, das die Vorteile von stationärem und Online-Handel intelligent verknüpft. Online- und Marktpreise sind gleich. Ein Online-Kunde wird deshalb genauso behandelt wie ein Filialkunde. Er kann sich eine Neuerwerbung nach Hause schicken lassen oder im Geschäft abholen. Er kann ein defektes Gerät zur Reparatur in eine Filiale bringen. Rechnungen können auf Wunsch beim Kundenservice online oder per Telefon nachbestellt werden, wenn diese bei der Steuererklärung fehlen.

David gegen Goliath

Kein Zweifel: Amazon baut seine Marktmacht dank Corona weiter aus. Der weltweit größte Online-Händler verzeichnete im zweiten Quartal 2020, als das Virus fast alle Länder auf dem Globus in den Lockdown zwang, sagenhafte Gewinne. Der Handelsumsatz in Nordamerika legte international um 38 Prozent zu. Trotz hoher Investitionen in Vertriebszentren, Auslieferung und Cloud-Computing-Center blieb ein Nettogewinn von 5,2 Milliarden Dollar (umgerechnet 4,4 Milliarden Euro) nach 2,6 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) im Vorjahr.

Im Einzel- und Fachhandel sieht die Situation genau umgekehrt aus. Nach der sukzessiven Lockerung der Corona-Maßnahmen kamen die Kunden nur vorsichtig zurück in die Innenstädte, um einzukaufen. Viele bevorzugen seit dem Lockdown online einzukaufen anstatt ins Geschäft zu gehen. Das stellt den ein oder anderen Einzelhändler vor große Herausforderungen, wenn nicht sogar Existenzängste. Eins ist klar: Nur wer wie einst David dem Riesen Goliath mutig entgegentritt und ihn mit List zur Strecke bringt, hat gegen Amazon & Co eine Chance.

Vodafone hilft dem Einzelhandel

Um das Geschäft weiterhin aufrechterhalten zu können, vor Ort wahrgenommen zu werden und gleichzeitig Kundenbeziehungen pflegen zu können, ist der Weg ins Internet unausweichlich. Viele setzen auf Amazon, gehen dort aber in der Masse der Anbieter schlichtweg unter. Oder sie haben eine eigene Online-Präsenz, doch leider oft mit mäßigem Erfolg. Häufig fehlen den Händlern gezielte Werbemaßnahmen, gut durchdachte Prozesse und vor allem die Antwort auf die Frage, wie die Ware zum Online-Kunden kommt.

Genau hier setzt Vodafone Connect an. Die neue Marketing-Plattform des Düsseldorfer Netzbetreibers verknüpft Social-Media-Werbung mit Vertrieb und Versand: Der Fachhändler kann Online-Kampagnen mit wenigen Klicks kreieren, gleichzeitig seine Ware online verkaufen und direkt an den Kunden ausliefern lassen. Der Clou dabei: Bereits bestehende Online-Shops können schnell und einfach integriert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Einbindung von Kassensystemen, wodurch der Endkunde sofort sieht, ob die im Online-Shop bestellte Ware im Laden des Händlers vorrätig ist und abgeholt werden kann. Alternativ kann er sich diese auch direkt nach Hause schicken lassen.

Ein großer Vorteil sind die einfach miteinander verknüpften Prozesse. Um Social-Media-Kampagnen zu erstellen und auszuspielen, stehen den Händlern zum Start die Dienste Facebook Ads und Google Ads, Local Campaigns sowie Online-Banner zur Verfügung. Die Händler können die einheitlichen Angebote nutzen, diese individuell anpassen und über die eigene Webseite veröffentlichen lassen. Per Social-Media-Baukasten kann der Fachhändler mit nur wenigen Klicks flexibel die für ihn passende Online-Kampagne zusammenstellen. Wenn ein Händler ein Angebot online anbietet, wird dieses auch auf seiner Angebots-Web-Page hochgeladen. Diese wird automatisch im Hintergrund für jeden Händler und jedes Angebot individuell erstellt.

Kompetente Beratung und hervorragende Qualität

Während man bei Amazon auf die Rezensionen anderer Nutzer angewiesen ist und nicht immer eine befriedigende Antwort auf seine Fragen bekommt, kann der Einzel- und Fachhandel durch kompetente Beratung glänzen – und das geht in den meisten Fällen eben auch online oder telefonisch. Weiteres Plus: Kunden haben gern weiter den Kontakt zu stationären Händler, die sich durch die hervorragende Qualität ihrer Waren einen Namen gemacht haben, und sehen den Online-Service als Erleichterung des täglichen Lebens.

Dass das sehr gut klappen kann, sehe ich z.B. am Fleischer meines Vertrauens. Zwar blieben dessen Filialen in Corona-Zeiten als systemrelevante Lebensmittelversorgung offen, aber so richtig an die Theke trauten sich die Kunden nicht. Also wurde in kürzester Zeit ein übersichtlicher Online-Shop samt eigenem Lieferservice auf die Beine gestellt. Die anbetungswürdigen Frikadellen, der unvergleichlich frische Fleischsalat und nicht zuletzt die unfassbar leckeren fertig panierten Schnitzel kann ich nun ab einem gewissen Mindestbestellwert auch online bestellen und liefern lassen. So kriege ich auch als Home-Office-Arbeiter gutes Essen. Und sollten weitere Corona-Einschränkungen kommen, sind mein Fleischer und ich gewappnet.

 

© Tom Meyer
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