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Conjuring 3: Die wahre Geschichte hinter dem Fall „The Devil Made Me Do It”

Fakten oder Fiktion? Die Horrorfilme aus dem Conjuring-Universum spielen gern mit Versatzstücken aus der Realität. Auch hinter „Conjuring 3: Im Bann des Teufels” steckt eine richtig spannende wahre Geschichte. Hier erfährst Du, was es mit dem berühmten Fall „The Devil Made Me Do It” auf sich hat.
Conjuring 3: Die wahre Geschichte hinter dem Fall „The Devil Made Me Do It”
Conjuring 3: Die wahre Geschichte hinter dem Fall „The Devil Made Me Do It” © picture alliance / empics

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 3

Wahre Geschichten sind im Conjuring-Franchise wahrlich nichts Neues, schließlich haben die Protagonist:innen Ed und Lorraine Warren auch im echten Leben hauptberuflich Geister gejagt. Und auch vergangene Fälle wie zum Beispiel die Puppe Annabelle oder das Geisterhaus der Familie Perron hat es wirklich gegeben.

Das Conjuring-Universum: In dieser Reihenfolge schaust Du die Filme richtig

Im englischen Original heißt der dritte Conjuring-Film „The Conjuring: The Devil Made Me Do It”. Das ist eine Anspielung auf einen der berühmtesten Gerichtsprozesse der USA, und zwar den ersten, in dem dämonische Besessenheit als Argument für die fehlende Schuldfähigkeit des Angeklagten angeführt wurde.

Der Prozess gegen den 19-jährigen Arne Cheyenne Johnson fand im November 1981 vor dem Obersten Gerichtshof von Connecticut statt und wurde als „The Devil Made Me Do It”-Fall berühmt.

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Wer war Arne Cheyenne Johnson?

Arne Cheyenne Johnson tötete am 16. Februar 1981 seinen Vermieter, den 40-jährigen Alan Bono, mit mehreren Taschenmesserstichen in den Oberkörper. Bono war zur Tatzeit betrunken, anwesend waren neben Opfer und Täter auch Johnsons Verlobte Debbie Glatzel, ihre neun Jahre alte Cousine Mary und Johnsons Schwester Wanda.

Auffällig war, dass Johnson während des Streits mit Bono knurrte wie ein Tier. Der Tat vorausgegangen war ein hitziger Streit zwischen Bono und Johnson, nachdem der Vermieter die kleine Mary festgehalten hatte.

Debbie Glatzel war schon länger ein merkwürdiges Verhalten ihres Verlobten aufgefallen. Er war in den Wochen zuvor teilweise in Trance gefallen und hatte halluziniert.

Doch dieses Benehmen war für Debbie nicht ganz unbekannt, denn ihr jüngerer Bruder David hatte sich wochenlang ähnlich benommen – und zwar während er mutmaßlich von Dämonen besessen gewesen war. Doch was war in der wahren Geschichte von Conjuring 3 wirklich geschehen?

Conjuring 3: wahre Geschichte

Undurchsichtiger Fall: Arne Cheyenne Johnson (Mitte) bei der Ankunft vor Gericht am 24. November 1981. — Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Bob Child

Die wahre Geschichte hinter Conjuring 3: Wer war David Glatzel?

Der elfjährige David hatte sein auffälliges Verhalten zum ersten Mal im Sommer 1980 gezeigt. Nach dem Umzug in ein neues Haus behauptete er, einen alten Mann zu sehen, der mit ihm sprach und ihn auf ein Wasserbett im Schlafzimmer schubste. (Das Wasserbett spielt übrigens auch eine Rolle im Film.)

Doch niemand sonst aus der Familie bekam den Mann zu sehen. In der Folge wurde David immer merkwürdiger. Außerdem bekam er unerklärliche blaue Flecken, Kratzer und hatte ständig Albträume.

Nach zwölf Tagen entschied Familie Glatzel, Ed und Lorraine Warren um Hilfe zu bitten. In Abstimmung mit verschiedenen Priestern soll schließlich ein Exorzismus an David durchgeführt worden sein, bei dem er angeblich hysterisch lachte, in der Luft schwebte und die Namen von 43 Dämonen nannte, die von ihm Besitz ergriffen hatten. Bei diesem Exorzismus soll einer der Dämonen in den ebenfalls anwesenden Arne Cheyenne Johnson gefahren sein.

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Wie endete der Prozess gegen Arne Cheyenne Johnson?

Im Prozess gegen Johnson argumentierte Verteidiger Martin Minnella, Johnson träfe keine Schuld am Mord an Alan Bono, da er zu diesem Zeitpunkt von einem Dämon besessen war. Schließlich habe er nicht gewusst, was er tat – der Teufel habe ihn buchstäblich dazu getrieben. Außerdem seien die Stichwunden des Opfers viel zu tief gewesen, um von einem Menschen verursacht worden zu sein.

Hier sei eine übernatürliche Kraft am Werk gewesen. Diese Argumentation soll Minnella übrigens nach einem Gespräch mit Ed und Lorraine Warren entwickelt haben, die ihn über die Natur von Dämonen aufgeklärt hatten.

Das pure Grauen: Horrorfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen

Das Gericht folgte der Verteidigung jedoch nicht und argumentierte, ein Dämon als wahrer Täter ließe sich unmöglich beweisen. Arne Cheyenne Johnson wurde wegen Mordes ersten Grades zu zehn bis zwanzig Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch nur fünf absaß. Danach wurde er wegen guter Führung entlassen.

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Was passierte später mit Arne Cheyenne Johnson?

Johnson und Debbie Glatzel heirateten 1984 noch während seiner Zeit im Gefängnis. Nach seiner Freilassung zeigte er keine Hinweise auf dämonische Besessenheit mehr. Er bestand jedoch vehement darauf, dass die Dinge sich damals genauso abgespielt hätten, wie er es vor Gericht beschrieben hatte.

Auch Lorraine Warren blieb bei dieser Version und beschrieb die Ereignisse rund um die Glatzel-Familie 1983 in dem Buch „The Devil in Connecticut” von Gerald Brittle.

Geisterjagd mit Ed und Lorraine Warren: Was passiert in Conjuring 3?

Conjuring 3: Im Banne des Teufels spielt deutlich später als die beiden ersten Filme, nämlich im Jahr 1981. Laut Regisseur Michael Chaves ändert sich auch der Fokus, denn zum ersten Mal erzählt Conjuring keine Haunted-House-Geschichte. Stattdessen enthält der Film Elemente eines Gerichtsthrillers und bleibt damit dem „The Devil Made Me Do It”-Fall treu.

Die Glatzel-Familie steht im Zentrum des Films, denn sie bat letztendlich die Warrens um Hilfe.

Conjuring 3 streamen: Hier kannst Du den Film sehen

Conjuring 3: Im Bann des Teufels kannst Du bei Netflix streamen (Streamingstart 2. September 2023). Der Streamingdienst hat bereits weitere Filme aus dem Conjuring-Universum im Programm. Zum Netflix-Angebot gehören „Conjuring: Die Heimsuchung”, „Conjuring 2” und „The Nun”.

Am 21. September 2023 startet mit „The Nun II” der neunte Eintrag der Conjuring-Reihe in den Kinos, Regie führte erneut Michael Chaves.

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© Vodafone GmbH ⁄ Janine Ebert
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