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Umweltbundesamt feiert 50. Geburtstag mit Bürgerfest

Vor 50 Jahren wurde in Deutschland das Umweltbundesamt gegründet. Die Probleme und Themen waren damals andere als heute. Und auch zum 100. Geburtstag sollte die Welt wieder eine ganz andere sein.
Dirk Messner
Dirk Messner, Präsident vom Umweltbundesamt (UBA), steht im Innenhof vom Berliner Standort des Bundesumweltamts. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das Umweltbundesamt (UBA) will am Samstag seinen 50. Geburtstag feiern. «Wir machen am 15. Juni ein Bürgerfest in Dessau und haben ganz bewusst auf einen Festakt hinter verschlossener Tür verzichtet», sagte der Präsident des Amtes, Dirk Messner, vor den Feierlichkeiten im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Mitarbeitenden seines Hauses wollten ihre Arbeit vorstellen und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Das Amt hat seinen Hauptsitz in Dessau-Roßlau. Seine Aufgabe ist es unter anderem, die Politik beim Klimaschutz zu beraten. Zudem prüft es die Wirkung politischer Maßnahmen und forscht zu Umweltthemen.

Zu dem Bürgerfest wird auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) erwartet. Im weiteren Verlauf des Jubiläumsjahres seien weitere Highlights geplant, kündigte Messner an. Unter anderem sollen anlässlich des runden Geburtstags zwei wissenschaftliche Konferenzen stattfinden.

Themen des UBA ändern sich

Messner ist seit 2020 UBA-Präsident. Zur Zeit der Gründung des Amtes sei weltweit eine Einstiegsdebatte über die Grenzen des Wachstums und die Grenzen der Umwelt geführt worden, sagte er. «Auch über die Grenzen und Auswirkungen industriellen Wohlstandes, den wir nach dem Zweiten Weltkrieg bis dahin für gegeben angenommen haben. Das war somit das Anfangsthema des UBA.» Die Sicherheit von Chemikalien sei damals ebenfalls von großer Bedeutung gewesen.

Seit 20 Jahren gehe es im UBA nun um «systemischere Fragestellungen» - darum, Energiewende, Städtewende, Mobilitätswende, Landwirtschaftswende und Industriewende zu realisieren. Das Ziel sei ein systemischer Umbruch, um Schritt für Schritt klimaneutral zu werden, sagte Messner.

Die Zukunft muss Neues bringen

Auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris hatten rund 200 Staaten vereinbart, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Um das zu schaffen, müssen die Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase bis 2030 um mehr als 40 Prozent gedrosselt werden. Schon jetzt hat sich die Erde um gut 1,1 Grad aufgeheizt, Deutschland sogar schon um 1,6 Grad.

Weltweite Klimaneutralität ist bis 2045 politisches Ziel. Wenn sein Haus 100. Geburtstag feiert, müsste dies also längst realisiert sein. «Wir werden auch nach 2045 und 2050 an vielen Fragen weiterarbeiten. Bis dahin wird uns gelungen sein müssen, die internationalen Konflikte wieder einzuhegen», sagte Messner.

© dpa
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