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Prozess zu Ausschreitungen in Chemnitz beginnt im Dezember

Ein tödlicher Messerangriff am Rande des Stadtfestes versetzte Chemnitz 2018 in Aufruhr. Jetzt beginnt am Landgericht ein Prozess wegen Landfriedensbruchs gegen Teilnehmer einer rechten Demo. Weitere sollen folgen.
Justitia
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mehr als fünf Jahre nach einem tödlichen Messerangriff beim Chemnitzer Stadtfest und anschließenden Ausschreitungen geht am Landgericht Chemnitz die juristische Aufarbeitung des Geschehens weiter. Am 11. Dezember beginnt ein Prozess wegen Landfriedensbruchs gegen neun Angeklagte, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Den Männern im Alter von 26 bis 51 Jahren wird vorgeworfen, nach einem sogenannten Trauermarsch von AfD, Pegida und Pro Chemnitz am 1. September 2018 Teilnehmer einer Gegendemonstration angegriffen zu haben.

Von den Angeklagten kommen nur vier aus Sachsen. Die anderen wohnen laut Gericht in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Einer der Angeklagten ist Bulgare. Das Verfahren gegen ihn sei vorerst abgetrennt worden, weil die Ladung zum Prozess nicht zugestellt werden konnte, sagte eine Gerichtssprecherin. Es sind elf Verhandlungstermine bis Ende Januar geplant.

Der Prozess ist der erste von insgesamt drei Verfahren zu den Krawallen am 1. September 2018. Es seien insgesamt 29 Beteiligte ermittelt worden, sagte die Sprecherin. Elf Menschen waren bei den Angriffen verletzt worden. Die Termine für die anderen beiden Prozesse stehen noch nicht fest. Wegen der Corona-Pandemie habe nicht eher begonnen werden können.

Am Rande des Chemnitzer Stadtfestes war am 26. August 2018 ein Deutscher im Streit mit Asylbewerbern erstochen worden. Ein Syrer wurde später wegen Totschlags verurteilt, ein weiterer Beteiligter ist auf der Flucht. Die Gewalttat führte in der Stadt zu massiven Protesten, bei denen Neonazis und Fußball-Hooligans Seite an Seite mit zuvor unauffälligen Bürgern demonstrierten. Es gab rassistische Angriffe und einen Anschlag auf ein jüdisches Restaurant; auch von Hetzjagden war die Rede.

© dpa
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