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Zweites LNG-Terminal: Rohrreinigung mit Ultraschall

Beim Betrieb des LNG-Terminals in Wilhelmshaven wird Chlor verwendet. Umweltschützer befürchten Schäden für das Wattenmeer. Nun rückt der Start eines zweiten Terminals näher - ohne Chlor-Einsatz.
Luftaufnahme des bestehenden LNG-Terminals Wilhelmshaven
Luftaufnahme des LNG-Speicher- und Verdampfungs-Schiffes «Höegh Esperanza» am LNG-Terminal Wilhelmshaven. © Stefan Rampfel/dpa

Das zweite schwimmende Terminal für den Import von Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven soll demnächst in Betrieb gehen. Das teilte das niedersächsische Umwelt- und Energieministerium am Sonntag mit. Demnach hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die nötige wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Abwasser in die Innenjade erteilt. Damit sei eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme des zweiten Terminals in Wilhelmshaven erfüllt, hieß es. Einen genauen Starttermin nannte das Ministerium nicht.  

Das Terminal soll ohne Chlor und Biozide betrieben werden. Für die Reinigung der Rohre werde eine Ultraschalltechnik genutzt, so das Ministerium. Der Bund hat demnach die Mehrkosten für die Umrüstung übernommen. «Die Anlage ist nicht nur green gas ready, kann also dem Import aus Erneuerbaren Energien gewonnenen grünen Gasen dienen, sondern sie arbeitet auch komplett ohne Biozide wie Chlor», sagte Umweltminister Christian Meyer (Grüne) laut Mitteilung. «Das freut mich sehr und ich danke allen Beteiligten für ihre Arbeit, die Umwelt maximal zu schützen.»

Der Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer, zufolge wurde die Erlaubnis unter Berücksichtigung hoher Umweltstandards und zum Schutz des sensiblen Ökosystems mit umfangreichen Inhalts- und Nebenbestimmungen versehen. «Diese beinhalten unter anderem ein Monitoring zu Temperaturveränderungen sowie eine enge Überwachung der Einleitungen.»

Das bisherige Terminal für Flüssigerdgas in Wilhelmshaven war das erste und bedeutendste in Deutschland. Da dabei Chlor eingesetzt wird, befürchtet die Umwelthilfe schwere Schäden für das Wattenmeer. Sie hat beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Einsatz von Biozid beim Betrieb des schwimmenden Terminals «Höegh Esperanza» eingereicht.

© dpa
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