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Werder-Schwung verflogen: «Zu viele einfache Fehler»

Werder Bremen träumt weiter von Europa. Doch zuletzt stimmen die Ergebnisse nicht mehr. Das soll sich in der Hauptstadt wieder ändern. Allerdings wird ein wichtiger Spieler fehlen.
Werder Bremen - Borussia Dortmund
Werder Fans zünden Bengalos zu Beginn der 2. Halbzeit. © Carmen Jaspersen/dpa

Eine knappe Niederlage gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund - noch in der vergangenen Saison hätte das bei Werder Bremen nicht für besonders großen Frust gesorgt. Doch nach dem 1:2 (0:2) gegen den Vizemeister am Samstagabend merkte man Spielern und Verantwortlichen der Grün-Weißen an, dass die Ambitionen an der Weser nach dem guten Start ins neue Jahr gestiegen sind. «Natürlich freue ich mich über meinen Treffer gegen einen Ex-Club, aber wir haben das Spiel verloren und das ist enttäuschend», sagte Torschütze Justin Njinmah.

Enttäuschend vor allem auch deshalb, weil der BVB im mit 42 100 Zuschauern ausverkauften Weserstadion nicht unschlagbar war. Besonders nicht, weil die Bremer nach der Roten Karte für Dortmunds Marcel Sabitzer eine Halbzeit lang in Überzahl agierten. Doch bis auf den Anschlusstreffer von Njinmah 20 Minuten vor dem Ende konnte Werder daraus kein Kapital schlagen.

Und so hängen die Bremer mit 30 Punkten weiter im Tabellenmittelfeld fest. Nur ein Punkt aus den vergangenen drei Partien - seit das Team von Trainer Ole Werner plötzlich die Europapokalplätze im Visier hat, ist der Schwung verloren gegangen. Vor allem in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft zu fehlerhaft und ungenau agiert, monierte Werner. «Unterm Strich hat die erste Halbzeit nicht gereicht, um Borussia Dortmund heute zu schlagen», sagte der Werder-Coach.

Nach 45 Minuten führten die Dortmunder durch Treffer von Donyell Malen (21. Minute) und Jadon Sancho (38.) mit 2:0, ohne besonders zu glänzen. Auch Nationalstürmer Niclas Füllkrug trat bei seiner Rückkehr nach Bremen kaum in Erscheinung.

Doch weil sich die Gastgeber nach einem mutigen Beginn weit zurückzogen und die sich ihnen bietenden Konterchancen durch viele Fehlpässe selbst zunichtemachten, war die Gäste-Führung verdient. «Wenn du diese Situationen so halbgar zu Ende spielst, dann verlierst du», sagt Njinmah, der im Sommer nach einer Leihe vom BVB nach Bremen zurückgekehrt war.

Werner kündigte an, die Niederlage wie immer sachlich aufarbeiten und analysieren zu wollen. Neun Spieltage vor dem Saisonende geht es für die Bremer darum zu definieren, was sie in dieser Spielzeit noch erreichen wollen. Mit dem Abstieg dürfte Werder nichts mehr zu tun haben, zwölf Punkte beträgt der Vorsprung bereits auf den Relegationsplatz. Aber weil es in einer insgesamt schwachen Bundesliga lange nicht mehr so einfach war, sich für Europa zu qualifizieren (wozu eventuell sogar Platz sieben oder sogar acht reicht), wollen sie die Saison auch nicht einfach so ausklingen lassen.

Schon am nächsten Samstag bei Union Berlin wollen die Bremer die Mini-Talfahrt daher beenden. Fehlen wird in der Hauptstadt allerdings Niklas Stark. Der Abwehrspieler hat sich gegen Dortmund eine Innenbandverletzung des Sprunggelenks zugezogen, wie der Club am Sonntag nach einer MRT-Untersuchung mitteilte. Stark hatte nach einem Zweikampf mit Karim Adeyemi in der 83. Minute ausgewechselt werden müssen.

«Das ist wirklich eine bittere Nachricht für uns, aber natürlich auch für Starki, der sich in den letzten Wochen nach seiner vorherigen Verletzung wieder rangekämpft hatte und gegen Dortmund ein gutes Spiel gezeigt hat», sagte Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz. «Wir hoffen, dass er uns Ende April wieder zur Verfügung stehen wird.»

Ob dann auch wieder Niklas Stark zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Der Abwehrchef, der gegen Dortmund bei seiner Rückkehr eine starke Leistung zeigte, musste in der Schlussphase erneut angeschlagen vom Feld. «Wir müssen abwarten, wie es sich bei ihm entwickelt», sagte Werner. Was auch für Werder Bremen insgesamt gilt.

© dpa ⁄ Lars Reinefeld, dpa
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