Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Sicherungsverfahren gegen Armbrustschützen von Peine beginnt

Ein 29-Jähriger schießt am Bahnhof von Peine mit einer Armbrust und verletzt einen Mann. Warum nur? Ein Gutachter hält ihn für schuldunfähig, die Anklagebehörde will ihn in der Psychiatrie unterbringen.
Justiz
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Fast ein halbes Jahr nach der Tat muss sich der mutmaßliche Armbrustschütze von Peine vor Gericht verantworten. Am Mittwoch (ab 9.00 Uhr) beginnt am Landgericht Hildesheim das Sicherungsverfahren. Die Staatsanwaltschaft habe beantragt, den 29-Jährigen «wegen seiner fortbestehenden Gefährlichkeit» dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen, teilte das Landgericht Hildesheim mit. Der Deutsche hatte die Tat gestanden, sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber auf seine psychischen Probleme berufen.

Nach dem vorläufigen Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen soll der Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Demnach soll er aufgrund einer paranoiden Schizophrenie nicht in der Lage gewesen sein, einzusehen, dass er falsch handelt. Er habe Stimmen wahrgenommen, die ihn aufgefordert hätten, Menschen zu töten. Der mutmaßliche Täter befand sich früheren Angaben zufolge bereits vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der 29-Jährige soll am 17. Juni am Hauptbahnhof Peine mit einer Armbrust einem anderen Mann in den Rücken geschossen haben - zu dem Zeitpunkt soll er krankheitsbedingt Stimmen gehört habe. Das Opfer sei weggelaufen und habe um Hilfe geschrien, teilte das Landgericht mit. Der Beschuldigte soll ihn verfolgt und einen weiteren Pfeil in die Armbrust eingelegt haben. Bei den Taxiständen vor dem Bahnhof soll er die Armbrust aus kurzer Distanz auf den Kopf eines weiteren Mannes gerichtet haben.

Dieser schlug die Waffe mit der Faust zur Seite. Daraufhin folgte der 29-Jährige wieder dem ersten Opfer, holte ihn ein und bedrohte ihn - schoss aber nicht. In der Fahrkartenverkaufsstelle verständigte der Verletzte die Polizei, der 29-Jährige wurde kurz darauf vor dem Bahnhof festgenommen.

Am Tag der Tat erreichten die Polizei mehrere Notrufe. «Hier schießt einer um sich», sagte ein Anrufer nach Angaben eines Polizeisprechers. In dem Verfahren sind drei Fortsetzungstermine geplant.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Iris Apfel
People news
US-Mode-Ikone Iris Apfel stirbt mit 102 Jahren
Tanzshow „Let's Dance“
Tv & kino
Für Comedienne Maria Clara Groppler hat es sich ausgetanzt
Berlinale 2024
Tv & kino
Chatrian verteidigt Filmschaffende
Elon Musk
Internet news & surftipps
Musk verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAI
Apple Fahne
Internet news & surftipps
Apple will Risiken durch alternative App-Stores minimieren
Galaxy S25: Das soll Samsung planen
Handy ratgeber & tests
Galaxy S25: Das soll Samsung planen
SC Freiburg - Bayern München
1. bundesliga
Tuchel kritisiert Bayern nach Dämpfer in Freiburg deutlich
Ratenkreditzinsen Zinssatz
Job & geld
Ratenkreditzinsen erstmals seit Monaten unter 7 Prozent