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Örtliche Verschiebung bei Hochwasserlage in Niedersachsen

In einigen Regionen kann leichte Hochwasserentwarnung gegeben werden. Doch in vielen Teilen Niedersachsens bleibt die Lage angespannt. Das bedeutet mancherorts auch Gefahren für Tiere.
Hochwasser in Niedersachsen - Region Hannover
Der Fluss Leine ist bei Laatzen in der Region Hannover über die Ufer getreten. © Julian Stratenschulte/dpa

Bei der Hochwasserlage in Niedersachsen zeichnet sich eine örtliche Verschiebung ab. Es gehe derzeit etwa vom Harz Richtung der Landkreise Celle und Oldenburg, sagte Landesbranddirektor Dieter Rohrberg am Freitag in Hannover. Der am Freitagmorgen gemessene Pegelstand überstieg in zahlreichen Gebieten weiterhin die höchste Meldestufe. Der Blick richtet sich auch auf Silvesterböller.

Befürchtungen einer Sturmflut hätten sich bislang nicht bestätigt, sagte Rohrberg. Die Hochwassersituation sei regional unterschiedlich, für ganz Niedersachsen könne noch keine Entwarnung gegeben werden. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sagte, die Schwerpunkte des Hochwassers hätten sich in den vergangenen Tagen mit den Wassermassen vom Südosten in den Nordwesten des Landes verschoben.

Außergewöhnliches Ereignis weiterhin in einigen Regionen

In sechs Landkreisen sowie der Stadt Oldenburg ist Rohrberg zufolge weiterhin ein sogenanntes außergewöhnliches Ereignis festgestellt worden. In den Landkreisen Hildesheim und Northeim sei es hingegen mittlerweile aufgehoben worden. Durch das sogenannte außergewöhnliche Ereignis können Landkreise beispielsweise einfacher auf Hilfskräfte zugreifen.

Das Hochwasser sorgt an zahlreichen Orten in Niedersachsen weiterhin für hohe Pegelstände. Das geht aus einem Lagebild des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) von Freitagmorgen hervor. Der um 7.00 Uhr gemessene Pegelstand überstieg in zahlreichen Gebieten die höchste Meldestufe. Das betraf mehrere Orte an der Weser, Aller und Leine.

Steigende Pegelstände an der Weser möglich

Flussabwärts der Weser würden die Pegelstände noch weiter ansteigen. Insbesondere im unteren Verlauf der Mittelweser könne daher noch nicht von einer Entspannung gesprochen werden.

Angesichts erwarteter Regenfälle rechnet Innenministerin Behrens mit einer verschärften Hochwasserlage in manchen Regionen in den kommenden Tagen. «Wir haben die Wetterprognose, dass es weiterhin Regen geben wird die nächsten Tage und dass es auch Sturm geben wird, und das ist natürlich für die Lage jetzt nicht gerade entspannt, sondern verschärft sie an der ein oder anderen Stelle sogar noch», sagte Behrens in einem Deutschlandfunk-Interview.

Weiterer Regen am Freitag erwartet

In Niedersachsen bleibt es in der Hochwasserlage in einigen Regionen regnerisch. Am Freitag kann es vor allem in Südniedersachsen zu Regen kommen, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der dpa sagte. Bis Samstagmorgen könnten vereinzelt 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In der Nordhälfte wird es den Angaben zufolge mit fünf bis zehn Litern pro Quadratmeter bis Samstagmorgen etwas trockener bleiben. Insgesamt sei die Regenmenge geringer als zu Beginn der Hochwasserlage, sagte der Meteorologe.

Geräte von Bundeswehr könnten zum Einsatz kommen

Sollte sich die Situation verschärfen, könnte Niedersachsen auch auf Geräte von der Bundeswehr und der Bundespolizei zurückgreifen. Dabei geht es beispielsweise um Transporthubschrauber, die im Bedarfsfall eingesetzt werden könnten, wie Landesbranddirektor Rohrberg sagte.

In einigen Hochwasserregionen wurde ein Böllerverbot erlassen - etwa in Teilen von Bremen sowie der Gemeinde Lilienthal im Landkreis Osterholz. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) appellierte für einen Verzicht von Silvesterböllern in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten. Dort sollte man es beispielsweise mit organisierten Feuerwerken machen, sagte Meyer. Dadurch könnten weniger Einsätze für die stark beanspruchten Kräfte anfallen.

Altenheim in Meppen vorsorglich evakuiert

Ein direkt an der Ems liegendes Altenheim in Meppen musste aufgrund des Hochwassers vorsorglich evakuiert worden. Insgesamt 52 Bewohnerinnen und Bewohner seien am Donnerstagabend mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Haus gebracht worden, sagte die Pressesprecherin der Stadt, Petra Büter. Vorerst seien die Senioren im Krankenhaus und anderen Pflegeeinrichtungen untergebracht worden. Bei der Evakuierung habe es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Durch aufgeweichte Deiche besteht an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet weiterhin Überschwemmungsgefahr.

Auch Tiere sind weiter bedroht aufgrund des Hochwassers. Mit einem Notfallplan bereitet sich der Serengeti-Park Hodenhagen auf weitere Evakuierungen von Tieren vor. Sorgen bereite vor allem das von Wasser umschlossene Haus der Antilopen und Giraffen, sagte eine Sprecherin des Tierparks. «Diese Tiere müssten für eine Evakuierung narkotisiert werden, das ist ein großes Risiko.»

© dpa
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