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Neues Online-Angebot für Mütter mit Depressionen nach Geburt

Die Postpartale Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, wird aber oft nicht behandelt. Viele Betroffene denken, ihr Zustand sei eine normale Erschöpfungsreaktion im ersten Jahr mit Baby.
Depressionen nach Geburt
Eine Frau sitzt mit Kopf in den Händen am Fenster. © Jonas Walzberg/dpa/Archivbild

Für Mütter, die nach der Geburt ihres Babys Depressionen entwickeln, gibt es ein neues Beratungsangebot. Betroffene Frauen können sich für eine Austausch-Gruppe beim «Notruf Mirjam» anmelden, wie die Schwangerenbetreuung in Hannover mitteilte. «Notruf Mirjam» bietet nach eigenen Angaben ein Netzwerk für Schwangere und Mütter in schwierigen Lebenssituationen. Patin ist die Autorin und frühere Landesbischöfin Hannovers, Margot Käßmann.

Die Treffen der Mütter mit sogenannten Postpartalen Depressionen sollen zunächst online zweimal im Monat stattfinden. Mittelfristig seien auch Präsenzgruppen geplant, hieß es. Betreut werde das von der Region geförderte und deshalb kostenlose Angebot von qualifizierten Psychologinnen und Sozialpädagoginnen. Zudem werden Gruppen für betroffene Väter eingerichtet. Ein Angebot für Angehörige sei einmal im Monat geplant.

Nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe erleben viele Mütter in den ersten Tagen nach der Entbindung (lateinisch: partus) eine kurze Phase, in der sie stimmungslabil und ängstlich sind. Dieser sogenannte Baby-Blues klingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab.

Potenziell schwerwiegende Folgen

Wenn die depressiven Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, kann sich eine Postpartale Depression mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Mutter wie Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln. Etwa 10 bis 15 Prozent der Mütter seien von dieser Erkrankung betroffen.

Den Fachleuten zufolge ist die Postpartale Depression gut behandelbar, unter anderem durch Medikamente und Psychotherapie sowie mit Unterstützung von Selbsthilfegruppen. Allerdings suchten viele Betroffene keine professionelle Hilfe, unter anderem weil sie und ihre Familien ihren Zustand als normale Erschöpfungsreaktion auf die Geburt und Pflege des Kindes wahrnähmen und nicht als behandlungsbedürftig ansähen.

© dpa
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