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Nach Angriffen in Silvesternacht: Ermittlungsverfahren

Die Silvesternacht ist für Polizei und Feuerwehr oft eine harte Zeit, Übergriffe sind nicht selten. Der Leiter der Polizei Göttingen fordert vor allem eines.
Polizei
Ein Schild mit der Aufschrift «Polizei» hängt an einem Polizeipräsidium. © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Nach Angriffen auf Rettungs- und Einsatzkräfte in der Silvesternacht hat die Polizei im Raum Hannover knapp 30 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach derzeitigen Erkenntnissen seien zwei Polizeibeamte, ein Feuerwehrmann und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes leicht verletzt worden, teilte die Behörde am Freitag mit. Bei den Tatverdächtigen handele es sich überwiegend um Jugendliche und Heranwachsende. Ermittelt werde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs sowie Landfriedensbruchs und besonders schweren Landfriedensbruchs. In Göttingen stieg die Zahl der verletzten Einsatzkräfte um einen Beamten auf 13.

In vielen Fällen seien erste Tatverdächtige ermittelt, teilte die Polizei in Hannover mit. Die Jahreswechsel seien eine besondere Ausnahme, die Beamten seien darauf vorbereitet, dass «die Nacht nicht gänzlich ruhig verläuft». Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten sagte, im Vergleich zum Vorjahr habe es keine Steigerung der Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte gegeben: «Allerdings ist jeder Angriff auf Einsatz- und Rettungskräfte einer zu viel. Insbesondere ehrenamtliche Feuerwehrleute anzugreifen ist mir unbegreiflich.»

In Garbsen wurden Polizeibeamte den Angaben zufolge mit Feuerwerkskörpern beworfen, eine Polizistin wurde dabei leicht verletzt. In Laatzen kam es zu einem Angriff auf die Feuerwehr, die auf dem Weg zu einem Brandort war. Das Einsatzfahrzeug wurde aus einer größeren Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden mit Steinen beworfen, außerdem schlugen sie mit einer Metallstange auf das Fahrzeug ein.

In Göttingen waren Polizistinnen und Polizisten von einer Gruppe von etwa 30 bis 50 Menschen gezielt mit Pyrotechnik beworfen sowie beschossen worden. Insgesamt 13 Beamte wurden verletzt. Noch in der Nacht ermittelte die Polizei fünf Tatverdächtige. Die Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Landfriedensbruchs richten sich den Angaben zufolge gegen zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sowie drei 28, 31 und 43 Jahre alte Männer.

«Wir verspüren in Göttingen insgesamt eine zunehmende Verrohung und mangelnde Akzeptanz bestimmter Personen- und Tätergruppen auch gegenüber der Polizei», sagte Rainer Nolte, der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen. Die Hemmschwelle sinke. «Erneute Zwischenfälle dieser Art sind nicht hinnehmbar und dürfen sich auch nicht wiederholen», betonte er.

© dpa
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