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MV wohl kaum von Hochwasser betroffen - Hilfe für Nachbarn

Während anderswo Menschen evakuiert wurden, dürften MV schwerwiegende Hochwasser-Folgen erspart bleiben. Steigende Pegelstände gibt es aber auch hier. Das Land hilft unterdessen anderswo mit Material.
Wetter im Nordosten
Ein Acker bei Stuthof ist von den Regenfällen der vergangenen Tagen überflutet worden. © Bernd Wüstneck/dpa

Im Vergleich zu den betroffenen Regionen in Ost- und Norddeutschland dürfte Mecklenburg-Vorpommern beim aktuellen Hochwasser laut den Prognosen glimpflich davonkommen.

Laut Staatlichem Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Westmecklenburg wird in Dömitz am Samstag für die Elbe mit Pegelständen von jenseits der fünf Meter gerechnet, damit wäre Alarmstufe 1 von 5 erreicht. Für Boizenburg wird dies am Sonntag erwartet.

Laut Prognose soll der Scheitel Dömitz am 2. Januar mit 5,70 Meter passieren und damit unter Alarmstufe 2 bleiben. In Boizenburg wird der Scheitelpunkt in den beiden Folgetagen mit rund 5,50 Metern ebenfalls unterhalb von Alarmstufe 2 erwartet.

Nach Aussage des Schweriner Umweltministers Till Backhaus (SPD) wird mit Erreichen der Alarmstufe 1 der Hochwassermeldedienst des Stalu besetzt, um die Entwicklung an der Elbe in MV rund um die Uhr zu beobachten und bei Bedarf weitere Schritte einzuleiten. «Die Deichschauen im Herbst haben aber gezeigt, dass unsere Schutzanlagen in gutem Zustand sind. Auch gibt es derzeit keine Baustellen an den Schutzanlagen, die Schwachstellen bedeuten könnten.»

Beim Kampf gegen das Hochwasser hilft Mecklenburg-Vorpommern unterdessen seinen niedersächsischen Nachbarn. Das Land liefere ein Hochwasserschutzsystem mit einer Länge von 1000 Metern sowie 330.000 Sandsäcke, teilte der Schweriner Innenminister Christian Pegel (SPD) am Donnerstag mit. Nachdem das Material von Mittwochabend bis in die Nacht hinein vorbereitet worden sei, sollte es noch am Donnerstag in Niedersachsen zum Einsatz kommen.

Bei dem Hochwasserschutzsystem handelt es sich um Aquariwa, ein System, für das Tonnen aufgestellt werden, die mit Wasser gefüllt werden und so einen Damm bilden. «Wir entsprechen damit einem Hilfeleistungsersuchen aus Niedersachsen, die dringend Material für die Bewältigung der Hochwasserlage vor Ort benötigen», erklärte Pegel. «Ich hoffe, dass die Lage schnell in den Griff zu bekommen ist.»

Donnerstagnachmittag wurde der Pegelstand der Elbe in Dömitz mit rund 4,10 Meter und in Boizenburg mit 3,80 Meter angegeben. In Dresden wurden für den Abend erwartet, dass die 6,00-Meter-Marke knapp erreicht werde. Normal sind dort 2,00 Meter.

Mit Blick auf die betroffenen Regionen sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse: «Wir haben eine Hochwasserlage, wie wir sie seit vielen Jahren nicht erlebt haben.» In verschiedenen Regionen Ost- und Norddeutschlands mussten Menschen evakuiert werden. Im Raum Magdeburg öffnete der Landesbetrieb für Hochwasserschutz am Donnerstag unter den Blicken Hunderter Schaulustiger das etwa 135 Meter lange Pretziener Wehr, um Elbe-Wasser umzuleiten.

© dpa
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