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Abmelde-Prämie für Autos: Marburg sieht gute Resonanz

Eine Prämie kassieren, wenn man sein Auto für ein Jahr abmeldet oder ganz abschafft - diese Idee aus Marburg hat aufhorchen lassen. Mit der bisherigen Resonanz zeigt sich die Stadt zufrieden.
Stadt Marburg
Wolken ziehen über Marburgs Schloss und der Altstadt vorbei. © Nadine Weigel/dpa

Eine neue Prämie fürs Abmelden des eigenen Autos für ein Jahr ist aus Sicht der Stadt Marburg gut angelaufen. Bisher hätten sich mehr als zehn Interessenten mit Nachfragen unter anderem zum Prozedere gemeldet, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Fünf Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt hätten bereits konkret einen Antrag gestellt. Mit der Resonanz sei man sehr zufrieden, erklärte eine Stadtsprecherin. «Hierbei gilt ja auch zu bedenken, dass Autos erst abgemeldet werden müssen - sonst kann die Prämie nicht ausgezahlt werden. Und das benötigt einige Tage Vorlauf.»

Gestartet war das Angebot vor einigen Tagen. Die Idee: Wer für ein Jahr das eigene private Auto abmeldet oder abschafft, bekommt eine Prämie im Wert von 1250 Euro - egal, ob es um den Erst-, Zweit- oder Drittwagen geht. Mit dem Betrag können die Menschen in der mittelhessischen Stadt ein Jahr lang CarSharing nutzen, mit Bus und Bahn fahren und auch per Gutschein in Geschäften und Gastronomie bezahlen. Dabei können die Antragsteller selbst die Zusammensetzung der Prämie wählen und entscheiden, für welche der Komponenten sie wie viel ausgeben möchten.

Insgesamt hat die Stadt Marburg für das Pilotprojekt Geld für 50 Menschen im Haushalt stehen, die für ein Jahr Alternativen zum eigenen Auto ausprobieren möchten. Infrage kommen dafür Marburgerinnen und Marburger, die noch mindestens ein Jahr in der Stadt leben.

Das Anreizprogramm soll ein Baustein im Rahmen des Ziels der Stadt sein, möglichst bis 2030 klimaneutral zu werden und soll Alternativen zum eigenen Auto attraktiver machen. Erst kürzlich hatten allerdings die Wahlberechtigten der Stadt bei einem Bürgerentscheid eines der Kernziele des Verkehrskonzeptes «MoVe 35», den Autoverkehr in der Stadt bis 2035 zu halbieren, mehrheitlich abgelehnt.

Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) hatte bei der Vorstellung der Prämie erklärt, Ziel der städtischen Mobilitätspolitik sei es, Menschen durch Angebote für eine zukunftsfähige Mobilität zu gewinnen. Immer mehr Menschen dächten darüber nach, ob sie wirklich ein eigenes Auto benötigten, denn im Schnitt stehe ein Privatauto in Deutschland 23 Stunden am Tag - zu Hause, bei der Arbeit, an der Schule oder anderswo. In Innenstädten würden manche Fahrzeuge Wochen, manchmal Monate nicht bewegt. Das blockiere knappe Flächen, die unter hohem Kostenaufwand unterhalten werden müssten.

© dpa
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