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Nicht jammern: Wann Klagen etwas Gutes hat

Wir alle machen es zumindest gelegentlich: uns bei oder mit anderen darüber auslassen, was uns belastet. Das kann schaden, aber auch sehr positiv sein, so eine Studie
Ein Schild zeigt eine Figur die ein Gehirn anbeißt
Ständiges Klagen hat oft negative Folgen und behindert die Lösung von Problemen. Konstruktives und lösungsorientiertes Besprechen von Schwierigkeiten kann hingegen zu einer höheren Lebenszufriedenheit führen. © David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn

Chongqing (dpa/tmn) - Zähne zusammenbeißen, Augen zu und durch - das ist eine Art, mit Problemen und Widrigkeiten umzugehen. Eine andere: Frust und negative Gefühle zu ventilieren, also darüber zu reden. Eine aktuelle Studie, veröffentlicht im Fachjournal Communications Psychology («The more we co-ruminate, the happier we are?», Ausgabe 226/August 2024), deutet darauf hin, dass das Sich-Beklagen tatsächlich Vorteile für unser Wohlbefinden und unsere Beziehungen haben kann. 

Klagst Du noch oder jammerst Du schon?

Co-Rumination, das - übermäßige - Diskutieren negativer Lebensaspekte und Probleme, gilt gemeinhin als ungesund. Doch die chinesischen Studienautoren unterscheiden zwischen «Supportive Discussion» (SD, dt. Unterstützende Diskussion) und «Obsessive Whining» )OW, dt. Obsessives Jammern). 

Während das obsessive Jammern oft negative Auswirkungen hat und für noch mehr Probleme sorgt, indem es einer Lösung förmlich im Weg steht, könne das konstruktive, also lösungsorientierte Besprechen von Problemen mit Freunden zu mehr Lebenszufriedenheit beitragen. 

Dabei kommt es aber auch auf die Qualität der Freundschaft an: Gute Freundschaften verstärken die positiven Effekte der SD und mildern die negativen Effekte des OW, so die Forschenden. Anders gesagt: Vertrauensvolle und stabile Beziehungen machen aus einer potenziell schädlichen Angewohnheit eine gute.

Also wieder einmal: Wer sein Problem mit guten Freunden bespricht, macht es vermutlich besser. Und ist womöglich glücklicher.

© dpa
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