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Sachverständige schildern Verletzungen im Brokstedt-Prozess

Immer wieder hat ein Mann in einem Regionalzug bei Brokstedt im Januar 2023 auf seine Opfer eingestochen. Zwei Menschen starben, vier weitere wurden erheblich verletzt. Vor Gericht schildern medizinische Sachverständige, wie sie die Verletzungen beurteilen.
Prozess wegen tödlicher Messerattacke von Brokstedt
Ibrahim A. (3.v.l.), Angeklagter, wird in den Gerichtssaal im China Logistic Center gebracht. © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa/Archivbild

Medizinische Sachverständige haben im Mordprozess um die tödliche Messerattacke in einem Regionalzug bei Brokstedt über die Verletzungen der Opfer berichtet. Die Leiche der getöteten 17-Jährigen habe 27 Stichverletzungen aufgewiesen, sagte ein Oberarzt des Rechtsmedizinischen Instituts des UKE Hamburg am Dienstag vor dem Landgericht Itzehoe.

Für den Tod unmittelbar relevant gewesen seien ein Stich in den Oberkörper, der die Lunge verletzt habe, sowie ein Stich in den Oberschenkel, bei dem eine Arterie verletzt wurde. Einige weitere Verletzungen seien oberflächlich gewesen, bei anderen hätte ein nur geringfügig anderer Verlauf ebenfalls tödlich sein können. «Für eine aktive Abwehr fanden sich keine Anhaltspunkte», sagte der Professor. Aus dem Verletzungsbild sei kein zeitlicher Ablauf der Tat abzuleiten.

Der angeklagte Ibrahim A. verfolgte die Verhandlung weitgehend unbeteiligt. Auch als die Sachverständigen Bilder von Verletzungen erläuterten, blickte er nur selten auf den Bildschirm. Meist schaute der zum Tatzeitpunkt 34 alte Palästinenser auf den leeren Tisch vor sich.

Die Staatsanwaltschaft wirft Ibrahim A. vor, am 25. Januar 2023 in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg bei Brokstedt Fahrgäste mit einem Messer angegriffen zu haben. Zwei junge Menschen starben, eine 17 Jahre alte Frau und ihr zwei Jahre älterer Freund. Vier weitere Menschen - zwei Frauen und zwei Männer - erlitten erhebliche Verletzungen. Nach Überzeugung der Anklagebehörde handelte der Angeklagte aus Frust über einen für ihn erfolglosen Behördentermin in Kiel. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor.

Bei einem der Überlebenden, einem heute 22-Jährigen, der dem Täter letztlich das Messer aus der Hand schlagen konnte, berichtete eine Assistenzärztin des Rechtsmedizinischen Instituts von neun bis zehn Schnitt- und Stichverletzungen. Einige seien oberflächlich gewesen, andere auch tiefer. Außerdem sei die Nase durch einen Biss des Angreifers verletzt worden, sagte die Medizinerin.

Der Prozess mit bereits mehr als 20 Verhandlungstagen und mehr als 60 Zeugen soll nach bisheriger Planung bis in das Frühjahr hinein fortgesetzt werden.

© dpa
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