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Polens Grenzer reden mit Bundespolizei über Vorfall

Eine Streife der Bundespolizei bringt eine Familie aus Afghanistan nach Polen und lässt sie dort zurück. Polens Grenzer sind darüber verärgert. Künftig wollen beide Seiten besser zusammenarbeiten.
Bundespolizei
Ein Beamter der Bundespolizei kontrolliert einen Mann. © Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Nach einem Streit über die Rückführung einer Familie von afghanischen Asylbewerbern nach Polen haben sich der polnische Grenzschutz und die Bundespolizei über den Vorfall ausgetauscht. Die deutsche Seite habe dabei ihr Bedauern über das Geschehene zum Ausdruck gebracht, teilte der polnische Grenzschutz am Dienstag auf der Plattform X mit. Der Chef des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, habe versichert, alle Leiter von Bundespolizeidirektionen seien darüber belehrt worden, dass so ein Vorgehen nicht wieder vorkommen dürfe. Beide Seiten wollen künftig ihre Kommunikation verbessern.

Am Montag hatten die polnischen Grenzer der Bundespolizei vorgeworfen, eine Familie von Asylbewerbern aus Afghanistan ohne Rücksprache über die Grenze gebracht und auf der polnischen Seite abgesetzt zu haben. Zuvor hatten polnische Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, am Freitag sei in dem grenznahen Dorf Osinow Dolny ein deutsches Polizeiauto aufgetaucht und habe eine Migrantenfamilie dort zurückgelassen.

In einer Stellungnahme der Bundespolizei hatte es dazu geheißen, im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen hätten die Beamten in den frühen Morgenstunden des 14. Juni bei Altmädewitz in Brandenburg eine fünfköpfige afghanische Familie gestoppt, die versucht hatte, unerlaubt einzureisen. Die Familie habe polnische Asylbescheinigungen für die Erwachsenen und polnische Heimausweise für die Kinder dabeigehabt; sie habe vor den deutschen Beamten kein Asylgesuch formuliert. Nach der Rechtslage sollte sie daher wieder nach Polen zurückgeführt werden.

Nach Angaben der Bundespolizei wurde der polnische Grenzschutz über das Gemeinsame Zentrum in Swiecko informiert, dass man die Familie übergeben wolle. «Da eine Reaktion der polnischen Seite auch auf Nachfrage für mehrere Stunden ausblieb, entschieden sich die Beamten dafür, die Familie mit einer Streife an die deutsch-polnische Grenze bei Hohenwutzen zu fahren, um sie von dort nach Polen zu entlassen.»

Unterwegs klagten die Kinder der Familie demnach über Unwohlsein, weshalb die Bundespolizisten in dem Ort Osinow Dolny eine Apotheke ansteuerten, um Erste Hilfe zu ermöglichen. Da die Mutter der Kinder ihr Handy auf der Dienststelle der Bundespolizei vergessen hatte, habe man sie mit einem Streifenwagen zurück nach Brandenburg gebracht und dann wieder nach Polen zu ihrer Familie.

© dpa
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