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Kampfansagen und Rivalitäten: Barça gegen Mbappé-Team

Die Profis des FC Barcelona um Ilkay Gündogan sollen sich nicht willkommen fühlen im Prinzenpark. Auf dem Platz kann PSG-Superstar Kylian Mbappé schon für bevorstehende Clásicos üben.
Kylian Mbappé
Im Duell mit dem FC Barcelona hofft PSG wieder auf Mbappés Tore. © Thibault Camus/AP/dpa

Die Atmosphäre ist seit Jahren vergiftet, das neuerliche Aufeinandertreffen zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona lässt alle Animositäten wieder aufleben. «Mehr als eine Rivalität», titelte Frankreichs Sportblatt «L'Équipe» einen Tag vor dem Hinspiel im Pariser Prinzenpark am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN). «Mehr als ein Ausscheidungsspiel», hieß bei «Sport» in Spanien.

Das hat Gründe, und die sind eng verbunden mit weltbekannten Namen wie zum Beispiel Neymar. Das hat aber auch sportliche Ursachen. Noch immer schmerzvoll eingebrannt in die Erinnerung des französischen Hauptstadt-Clubs ist das Aus gegen Barça in der Champions-League-Saison 2016/2017. Mit 4:0 fertigte PSG am 14. Februar 2017 die Katalanen daheim ab, auch der damals bei den Parisern angestellte Julian Draxler traf, im Tor stand Kevin Trapp.

Eine Demütigung für PSG mit schweren Nachwirkungen

Wie auch am 8. März desselben Jahres, als PSG im Camp Nou alles klarmachen und ins Viertelfinale einziehen wollte. Doch es wurde eine historische Demütigung für die Pariser: Der FC Barcelona - schon damals mit Marc-André ter Stegen im Tor - gewann mit 6:1.

Dass die Katalanen im selben Jahr versuchten, den damaligen PSG-Leistungsträger Marco Verratti zu sich zu holen, im Gegenzug aber PSG für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro Brasiliens Neymar vom FC Barcelona weglotste, sorgte für manche Betrachter für den endgültigen Bruch zwischen den beiden Clubs. Von «Hass» schrieb «L'Équipe» nun vor den beiden Duellen.

Ob es da noch eines Aufrufs der organisierten PSG-Fans brauchte, ist sehr fraglich, nehmen ließ sich diesen das Collectif Ultras Paris nicht. «Dieses unwürdige Barcelona, das oft von den Schiedsrichtern bevorzugt wird, muss sich auf einem mehr als feindseligen Terrain fühlen», hieß es. «Es ist unsere Pflicht, den Park zu einer furchterregenden Festung für den Gegner zu machen und ihn zusammen mit der Entschlossenheit unserer Mannschaft uneinnehmbar zu machen.»

Letzte Titelchance für Barça, PSG hofft auf Triple

Auf dem Platz dürfte es hoch hergehen. Die Gäste aus Barcelona warten seit dem Triumph 2015 auf den nächsten - es wäre der fünfte - Titel in der Champions League, einmal holte Barça auch den Europapokal der Landesmeister. In der Primera División liegt die Mannschaft um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Ilkay Gündogan und Keeper Ter Stegen sowie Ex-Bayern-Torjäger Robert Lewandowski acht Punkte hinter dem Erzrivalen Real Madrid, die Titelverteidigung ist so gut wie passé. In der Copa del Rey war das Aus schon im Viertelfinale gekommen.

Trainer Xavi Hernandez will nach der Saison seinen Posten ohnehin räumen. «Es ist grausam. Man hat oft das Gefühl, nicht respektiert zu werden», hatte Xavi bei seiner Rücktrittankündigung im Januar dieses Jahres erklärt.

PSG führt indes die Ligue 1 mit zehn Punkten Vorsprung an und steht auch noch im Finale des französischen Pokalwettbewerbs. Die bis dato letzte Niederlage kassierten die Pariser am 7. November vergangenen Jahres mit einem 1:2 in der Champions League bei der AC Mailand. «Wir haben eine unglaubliche Serie im Moment, sehr positiv. Aber wir wollen sie noch verlängern», kündigte Trainer Luis Enrique an.

Mbappés Ansage: «Moment für die großen Spieler»

Für den 53 Jahre alten Spanier werden die Viertelfinal-Duelle mit dem FC Barcelona aber auch aus persönlicher Sicht besondere Spiele. Er ist eine der Barça-Legenden, spielte für den Club und er trainierte den Club, als dieser 2017 PSG in der Champions League so vorführte. «Gegen Barcelona zu spielen, ist für mich aus emotionaler Sicht schwer, aber es ist zugleich stimulierend», sagte er in einem Interview vor der Partie auf der PSG-Homepage.

Mitentscheidend wird in seiner Mannschaft vor allem wieder einer sein: Kylian Mbappé. Für den Ex-Weltmeister aus Frankreich wird es auch schon mal eine Einstimmung auf das, was ihn bei einem Wechsel zu Real Madrid erwarten wird. Vorher will er PSG aber noch zum erstmaligen Triumph in der europäischen Meisterklasse führen. Der blieb trotz des Geldes durch die Besitzer aus Katar bisher noch aus, unter dem damaligen Trainer Thomas Tuchel scheiterten Mbappé & Co. 2020 im Finale von Lissabon am FC Bayern.

«Das ist der Moment für die großen Spieler», sagte Mbappé nun vor dem Spiel gegen den FC Barcelona dem französischen Sender «Téléfoot»: «Ich bin bereit, und ich werde mich wie immer nicht verstecken.»

© dpa ⁄ Jens Marx, dpa
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